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Not macht erfinderisch
Ausstellung im Stadtmuseum Herzogenaurach vom 03. April bis 06. Juni 2010
Deutschland war 1945 ein Trümmerhaufen. Millionen Menschen in Mitteleuropa erlebten die Stunde Null zwischen Kriegsende und Neuanfang in bitterster Armut. Es fehlte an Brennmaterial zum Kochen und Heizen, an Brot für den knurrenden Magen und an warmer Kleidung für den bevorstehenden Winter. Die Menschen konnten nicht einmal das Wenige auftreiben, was ihnen auf Bezugschein oder Lebensmittelkarte zustand. Es war die Zeit des Ersatzkaffees und der Rübenblättersuppe, die Zeit, als man aus Fallschirmseide Taufkleider nähte, Säcke aus Hilfslieferungen zu kratzenden Pullovern verarbeitete und aus Stahlhelmen Nachttöpfe oder emaillierte Küchensiebe fertigte.
Das Herzogenauracher Stadtmuseum zeigt vom 3. April bis zum 6. Juni 2010 in der neuen Sonderausstellung „Not macht erfinderisch" eine Sammlung von rund 150 Notprodukten, Leihgaben des Museums für historische Wehrtechnik in Röthenbach und des Privatsammlers Dr. Bernd Leiße. Als spannende Zeitzeugnisse der unmittelbaren Nachkriegsjahre legen sie beredtes Zeugnis ab von einer aus heutiger Sicht erstaunlichen und in einzelnen Zügen fast grotesken Verwandlung ausgemusterter militärischer Dinge in zivile und friedliche Gebrauchsgegenstände.
Die Sonderausstellung und die Dauerausstellung des Stadtmuseums sind vom 03. April bis 06. Juni 2010 geöffnet:
| Samstag, Sonntag und Feiertage: | 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr |
| Donnerstag: | 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr |














