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Eisblockwette 2007

Gedämmtes Haus contra Altbau

Großes Erstaunen über die verbliebene Eismenge

Bei der Eisblockwette war gefragt, wieviel von den am 20. März verpackten Eisblöcken im hoch- gedämmten Haus und im "Altbau" bis zur Stadtmesse am 5. Mai noch übrig ist. Im "Altbau" war nichts mehr übrig, in dem topgedämmten Haus befanden sich noch 68 % des Eises. Mit den Häusern wurde anschaulich der Unterschied Altbau - energetisch topsaniertes Gebäude demonstriert.

Die Enthüllung der EIsblöcke bei der Stadtmesse am 5. Mai.

Die Häuschen

Am 20. März 2007 wurden zwei jeweils 1025 kg (ca. 1,116 cbm) schwere Eisblöcke in zwei Häuschen verpackt. Die Häuser wurden in Holzständerbauweise durch die Zimmerei Armin Popp, Dachdeckerei Scheer und Maler Mehler errichtet. An den Häuschen befand sich jeweils ein Außen-/ Innenthermometer der Fa. Dirsch Haustechnik, an dem die Temperaturen abgelesen werden konnten. Die Eisblöcke befanden sich in einer Plastikwanne mit Ablaufhahn, damit die geschmolzene Eismenge gemessen werden konnte. Die Menge Schmelzwasser wurde bestimmt und daraus die verbliebene Eismenge berechnet.

Die Hausbauer vor den Häuschen der Eisblockwette
Die Hausbauer Christian Scheer, Jörg Mehler, Tino Holzbecher (Fa. Dirsch) und Armin Popp (v.l.n.r.).
Die Preisverleihung der Eisblockwette

Die Wette

Am 5. Mai 2007, um 14.00 Uhr auf der Stadtmesse Bauen-Wohnen-Renovieren wurden aus den 340 Teilnehmern die Gewinner ermittelt. Der Hauptgewinner, der elfjährige Richard Meißner, hatte tatsächlich genau richtig getippt. Die Wärmebildanalyse gewann Angelika Lochner, der iPod Shuffle ging an Jonas Geinzer und den Gutschein für 2 Personen zum Sonntags-Brunch erhielt Dieter Grimm.

Preisverleihung der Eisblockwette

Das gab´s zu gewinnen:
   1 x 2 Verwöhntage im Biohotel Pausnhof (Bayerischer Wald)
   1 x 1 Wärmebildanalyse Ihres Hauses/Ihrer Wohnung durch das Umweltbüro Schuhmann
   1 x 1 Apple ipod Shuffle von herzotec Informatikbüro Pöltl
   1 x 1 Gutschein für 2 Personen zum Sonntags-Brunch in Nägel´s Altem Rathaus
   3 x 1 „31-Tage-Mobicard“ für die Herzobusse (Tarif S) von der SPD-Fraktion
   2 x 1 Rucksack von den HerzoWerken
 10 x 1 Gutschein über 20 € von der Baumschule Hußenether
   1 x 1 ECO MAN - Monitor (steuert die Stromzufuhr eines Bildschirms) von den HerzoWerken
   1 x 1 POWER SAFER – PS 3 (steuert die Stromzufuhr von Elektrogeräten) von den HerzoWerken
 10 x 1 Gutschein über 10 € von der Baumschule Hußenether
   5 x 1 Stabfeuerzeug von den HerzoWerken

Die Stadt Herzogenaurach bedankt sich ganz herzlich bei den Sponsoren.

Die Dämmung der Eisblockhäuser

„Altbau“
Dach 6 cm Steinwolle, WLG 035 + 6 cm Holzfaserplatte, WLG 040
Außenwand   6 cm Steinwolle, WLG 035 + 6 cm Holzfaserplatte, WLG 040
Boden Ohne Dämmung

Topgedämmtes Haus
Dach 20 cm Steinwolle, WLG 035 + 6 cm Holzfaserplatte, WLG 040
Außenwand 20 cm Steinwolle, WLG 035 + 6 cm Holzfaserplatte, WLG 040
Boden 20 cm Styrodur
Luftdichtheit Luftdichte Ausführung

Das Ergebnis - Topgedämmtes Haus schlägt Altbau um Längen

Der Eisblock im Altbau war komplett geschmolzen. Im topgedämmten Haus wurden 329 l Schmelzwasser gemessen. 68 % des Eisblocks waren also noch übrig. Anschaulich auch die Entwicklung der Temperaturen in den beiden Häuschen, die in den beiden Grafiken dargestellt sind.

Abb: Innentemperatur nachmittags pdf-Datei

Abb: Temperaturschwankungen pdf-Datei

Hintergrundinformationen

Herzogenaurach hat ca. 5500 Wohngebäude mit 10300 Wohnungen. Der überwiegende Teil des Wohnungsbestandes wurde vor 1980 errichtet. In diesem Bereich stehen umfangreiche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen an. Im Durchschnitt würde sich bei diesen Wohngebäuden der Heizenergieverbrauch um 50 % reduzieren lassen.

In der nachfolgenden Abbildung sind die Energiekennwerte verschiedener Gebäudetypen dargestellt. 10 kWh entsprechen dabei ungefähr 1 l Heizöl bzw. 1 cbm Erdgas.

Mit der Dämmung des topgedämmten Eisblockhauses würde ein Heizenergiekennwert zwischen dem Niedrigenergiehaus und dem Passivhaus erreicht werden.

Energiekennwerte

Abb: Energiekennwerte verschiedener Gebäudetypen

Die Stadt Herzogenaurach sieht in der Sanierung von Gebäuden das größte Potential für die Energieeinsparung im Gebäudebereich. Deshalb fördert die Stadt auch Maßnahmen zur Gebäudesanierung über ihr CO2- Minderungsprogramm. Bis zu 2500 € Zuschuss gibt es bei entsprechend weitreichenden energetischen Sanierungen. 70.000 € sind dafür und für die Förderung von Passivhäusern im Haushalt eingestellt ...mehr

Weitere Informationen bei der Umweltberatung der Stadt, Telefon 901-232,
E-Mail: Alfons.Stadler@Herzogenaurach.de.