
Seit einiger Zeit sind gesamte Stadtgebiet sogenannte Hundkombis und Tütenspender aufgestellt. Insgesamt 11 „Hundekotkombis“ und 14 Tütenspender (ohne Abfallbehälter) stehen den Hundebesitzern zur Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zur Verfügung. Hundehalter können sich „Hundekotbeutel“ auch im Rathaus, Freizeitheim oder Baubetriebshof abholen. Es handelt sich dabei um schwarze PE-Plastikbeutel mit denen der Hundekot aufgenommen werden kann. Die vollen Tüten werden dann ganz normal in der Restmülltonne, in den städtischen Abfallbehältern oder den Hundekombis entsorgt.
Wir wollen mit diesem Angebot die Hundebesitzer für das Problem „Verunreinigung von landwirtschaftlichen Flächen, Gehwegen und Grünanlagen durch Hundekot“ sensibilisieren.
Die Stadt möchte sich ausdrücklich bei den vielen Hundebesitzern bedanken, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner bereits jetzt ordnungsgemäß entsorgen.
Der Hund ist ein treuer Freund der Menschen. Er bringt Leben, Abwechslung und Freude ins Haus. Deshalb nimmt die Zahl der Hunde auch ständig zu. Damit Sie als Hundehalter auch Ihre Mitmenschen als Freunde behalten können, sollten Sie sich nicht nur für Ihren vierbeinigen Liebling selbst, sondern auch für dessen Hinterlassenschaften verantwortlich fühlen. Denn Hundekot ist nicht nur unappetitlich anzusehen, sondern kann auch Infektionsquelle für Krankheitserreger sein. Nach Angaben von Hygienikern sind bis zu 20 % (bei drei bis sechs Monate alten Hunden sogar 40 - 90 %) aller Hunde von Spulwürmern befallen. Die Eier der Spulwürmer werden, wie übrigens auch Bandwürmer, mit dem Hundekot ausgeschieden. Die Eier dieser Würmer entwickeln sich in wenigen Monaten zur Ansteckungsreife. Sie bleiben auch nach der Verwitterung des Kots in der Erde mehrere Jahre lebensfähig und damit infektiös. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Ihr Hund auf Kinderspielplätzen, Liegewiesen, öffentlichen Grünanlagen und Gehwegen nichts “hinterlässt”!
Zum Beispiel Spulwürmer
Eine der Hauptansteckungsquellen für die Krankheit Toxocariasis, die durch Spulwürmer (Larva migrans visceralis) verursacht wird, sind mit Hundekot verschmutzte Sandkästen. Nimmt der Mensch Spulwurmeier auf, entwickeln sich diese zu Larven, die über die Blutbahnen in verschiedene Organe wandern. So kommt es zur Schädigung von Organen, wie zum Beispiel Leber, Lunge, Milz oder des Gehirns. Besonders gerne verkapseln sich Larven im Augenhintergrund, wo sie eine Beeinträchtigung des Sehvermögens verursachen. Außerdem wird ein Zusammenhang mit Asthmaerkrankungen vermutet. Die Spulwurminfektion verläuft beim Menschen oft unbemerkt, Krankheitserscheinungen zeigen überwiegend Kinder.
Wiesen und Felder als Nahrungsquelle
Die grünen Wiesen und Felder dienen in erster Linie der Nahrung unserer heimischen Nutztiere, wie z. B. Milchkühe. Diese sind auf hochwertiges und gesundes Gras und Getreide angewiesen. Durch den Einsatz von großen Erntemaschinen ist es nicht möglich, auf Hundekot zu achten. Dieser gelangt mit dem Gras in die Silos. Die Kuh nimmt dann das verunreinigte Gras auf und kann daran erkranken. Da die Qualität der Milch u. a. vom Futter bestimmt wird, verschlechtert jede Verunreinigung unmittelbar auch unser Essen. Helfen Sie bitte mit, dass wir uns unsere guten und sauberen Nahrungsmittel erhalten.
Weiterführende Informationen
AnsprechpartnerUmweltschutzbeauftragter der Stadt
Telefon 09132 901232
E-Mail: planung
herzogenaurach.de
Ordnungsamt
Telefon 09132 901170
E-Mail: ordnungsamt
herzogenaurach.de