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Stadtmuseum im Pfründnerspital

Das Museumsgebäude

Im Herbst 2000 wurde das Museum im ehemaligen Spital zum Heiligen Geist am Herzogenauracher Kirchenplatz neu eröffnet. Das Spital geht auf eine Stiftung des geborenen Niederndorfers Conrad Reyter zurück, der 1508 eine Einrichtung zur Versorgung alter und behinderter Bürgerinnen und Bürger der Stadt erbauen ließ. Das spätmittelalterliche Fachwerkgebäude, ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung, gehört zu den interessantesten Gebäuden der Stadt Herzogenaurach.Das größtenteils in Originalsubstanz erhaltene Baudenkmal wurde aufwändig in historischen Techniken restauriert. Der mächtige Stockwerkbau mit zwei Gewölbekellern zeigt im Erdgeschoss verputztes Werksteinmauerwerk, die oberen Geschosse wurden in Fachwerkkonstruktion errichtet. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss dienten zur Unterbringung von sechs Pfründnerinnen und Pfründner. In den beiden weiträumigen Speichergeschossen wurde Getreide gelagert. Interessante Befunde zu Bautechnik und Baugeschichte wurden sichtbar gelassen und werden während des Rundgangs durch das Museum erläutert.

Geschichte des Museums

Bereits im Jahr 1908 eröffnete der Historische Verein im Herzogenauracher Stadtturm ein erstes Museum. Der Verein rettete auf diese Weise Dinge, die Zuge der Industrialisierung zu verschwinden drohten. Realien der Zünfte, alte Handwerksgeräte sowie volkskundliche Objekte gehören zum Altbestand des Museums. In der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging durch Plünderungen ein wertvoller Teil der ausgelagerten Bestände verloren. Seit 1969 war die Sammlung im ehemaligen Amtsschloss untergebracht. Die Sammeltätigkeit des Herzogenauracher Heimatvereins e.V., der das Museum bis 1989 ehrenamtlich betreute, ließ den Bestand wieder erheblich ansteigen.