1972 suchte der Konsul der Republik Obervolta, für die Stadt Kaya (damals 15.000 Einwohner) eine geeignete Patenstadt und das Bayerische Staatsministerium des Innern schlug Herzogenaurach vor. Der Herzogenauracher Stadtrat stimmte der Übernahme einer Patenschaft zu. Daraufhin wurden zahlreiche Spendenaktionen in Zusammenarbeit mit den Kirchen sowie Herzogenauracher Unternehmen und Vereinen zugunsten der afrikanischen Patenstadt durchgeführt. Im Januar 1982 fand der erste Besuch einer offiziellen Herzogenauracher Delegation unter 1. Bürgermeister Hans Ort statt. Im Oktober des gleichen Jahres folgte der erste Besuch einer offiziellen Delegation aus Kaya mit Sous-Préfet Traore Konomba an der Spitze. Im Rahmen einer Festsitzung des Herzogenauracher Stadtrats wurden die Partnerschaftsurkunden unterschrieben. Seit dieser Zeit finden im Abstand von drei bis vier Jahren regelmäßig gegenseitige Besuche statt. 1987 wurde der Verein Partnerschaft Herzogenaurach-Kaya mit dem Ziel gegründet, die Partnerschaft zu vertiefen. Unter anderem führt der Verein in Zusammenarbeit mit Kaya's französischer Partnerstadt Châtellerault im Abstand von einigen Jahren Jugendlager in Kaya durch. Ziel dieser Maßnahmen ist das Kennenlernen Jugendlicher aus den drei Partnerstädten bei der gemeinsamen Arbeit an einem Projekt, wie z. B. dem Bau einer Gesundheitsstation.