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Schutz vor und Verringerung von Mobilfunkstrahlen

Schnurlose DECT-Telefone

DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) ist ein mittlerweile quasi-weltweiter Standard für ein digitales schnurloses Telefonsystem. Die Anlagen bestehen aus einer (oder auch mehreren) Basisstationen, welche an das normale Telefonnetz angeschlossen werden und einem oder mehreren Mobilgeräten, welche mit diesen kommunizieren können.

Die Basisstationen für die Heimanwendung sind für gewöhnlich mit dem Ladegerät für das Mobilgerät kombiniert. Diese Anlagen arbeiten mit einem digitalen Übertragungsverfahren und verwenden zur Erhöhung der verfügbaren Kanalanzahl (Teilnehmerzahl) sowohl verschiedene Frequenzkanäle wie auch eine Zeitschlitzstruktur, was zu einem gepulsten Sendesignal führt.

Die Anlagen haben eine Sendeleistung von 250 mW (Spitzenwert für die Basis- und Mobilstation während des Pulses, keine Leistungsregelung). Die Basisstation sendet permanent (auch wenn nicht telefoniert wird), das Mobilteil nur während des Gesprächs.
Der SAR-Wert für das Mobilteil ist bei einer mittleren Sendeleistung von 10 mW kleiner als 0,1 W/kg.

Durch ihren Betrieb innerhalb der eigenen Wohnung erhöhen DECT-Telefone die Belastung durch elektromagnetische Felder zusätzlich, wobei kritische Stimmen besonders drei Merkmale dieses DECT-Standards negativ hervorheben:

  • DECT-Telefone benutzen zum Datentransfer ein gepulstes Signal, das mit einer Pulsfrequenz von 100 Hz arbeitet.
  • DECT-Telefone senden ihr gepulstes Signal nicht nur im Sende-, sondern auch im stand-by-Betrieb.
  • Die Ausgangsleistung der DECT-Telefone ist nicht regelbar, d.h. die Telefone passen, im Gegensatz zu Mobiltelefonen, ihre Ausgangsleistung nicht den Ausbreitungsbedingungen an, sondern senden stets mit maximaler Ausgangsleistung .

 Vorsorgeempfehlungen

  • Von den Mobilteilen selbst geht nur während eines Telefonates Strahlung aus. Das ganztägige Herumtragen der Mobilteile am Körper - zur besseren Erreichbarkeit - spielt für die Strahlenbelastung keine Rolle. Für längere Gespräche sollten jedoch nach Möglichkeit normale schnurgebundene Telefone benutzt werden.
  • Bei der Basisstation tritt die Strahlung unabhängig vom Telefonieren auf. Zur Minimierung der persönlichen Strahlenbelastung sollte daher der Abstand zur Basisstation so groß wie möglich sein. Durch die komplizierten Reflexionsbedingungen in Innenräumen kann allerdings nicht davon ausgegangen werden, dass eine Erhöhung des Abstandes unbedingt zu einer Verringerung der Exposition führt. Eine DECT-Basisstation sollte daher nach Möglichkeit nicht auf dem eigenen Schreibtisch stehen. Falls die Aufstellung im gleichen Büroraum erfolgen muss, sollten einige Meter Abstand eingehalten werden. Am sinnvollsten ist es, die Basisstation in einen Raum zu stellen, in dem sich nicht ständig Personen aufhalten. Es muss dabei in Kauf genommen werden, dass die Basisstation dann üblicherweise nicht zum Telefonieren genutzt werden kann. Für den eigenen Schreibtisch sollte man zweckmäßigerweise ein zusätzliches Mobilteil mit separater Ladestation anschaffen.
  • In Privatwohnungen sollte die Basisstation möglichst in einem nicht für Daueraufenthalte genutzten Raum stehen, insbesondere nicht im Schlaf- und Kinderzimmer. Am besten geeignet ist auch hier ein separater, im Wesentlichen unbewohnter Raum (z.B. Flur oder Abstellraum).
  • Eine Alternative zu den Schnurlos-Telefonen nach dem DECT-Standard sind schnurlose Telefone in Analogtechnik z.B. nach dem CT1+-Standard. Allerdings bieten die DECT-Telefone mehr Komfortmerkmale und bessere Abhörsicherheit. Außerdem werden analoge Schnurlos-Telefone nur noch selten angeboten, und ihre Zulassung läuft in einigen Jahren aus.
  • Telefone mit Schnur verursachen keine bedenkliche Strahlung.

Einen aktuellen Testbericht zu DECT–Telefonen finden Sie in der der Zeitschrift Ökotest, Ausgabe 02/2004.

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