Zur Abschirmung elektromagnetischer Wellen von Mobilfunkbasisstationen in den eigenen vier Wänden gibt es verschiedenste Materialien. Im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz wurden zur Wirksamkeit umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Bei der Auswahl geeigneter Baustoffe kann bereits eine Schirmung von weit über 90 % erreicht werden. Dabei spielt die Art der Baustoffe eine große Rolle. So hat ein 11,5 cm starkes Mauerwerk aus Kalksandstein mit 50 % Magnetit einen hervorragenden Schirmungswirkungsgrad von über 99 % in allen Mobilfunkfrequenzbereichen, während reiner 15 cm dicker Kalksandstein nur ca. 60 % Abschirmwirkung zeigt. Eine typische Fertighauswand in Holzrahmenkonstruktion zeigt kaum eine Abschirmwirkung.
Auch bei Fenstern gibt es erhebliche Unterschiede, wobei moderne 3-Scheiben-Elemente sehr gute Schirmwirkungen aufweisen, die Fensterrahmen aber zu Schwachstellen werden können. Für den Dachbereich gibt es schirmende Folien, die gleichzeitig als Dampfsperre fungieren und sehr gute Werte aufweisen.
Maßnahmen im eigenen Gebäude oder der Wohnung sollten Sie nie ohne die Beratung durch einen Fachmann durchführen. Neben der Abschirmwirkung sind nämlich immer auch andere wohnrelevante Kriterien, wie die Wasserdampfdurchlässigkeit oder die Wärme- und Schalldämmung zu beachten.
Denken Sie auch daran, dass Sie bei der Nutzung eines Handys in einem abgeschirmten Raum immer eine höhere Sendeleistung und damit auch eine höhere Belastung notwendig ist. Das kann zur Folge haben, dass die persönliche Immission bei der Handynutzung in solchen Räumen erhöht wird.