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Mobilfunk in Herzogenaurach

Messergebnisse

Im Oktober und November 2002 wurde über das gesamte Stadtgebiet verteilt Messungen zur elektromagnetischen Belstung durch den Mobilfunk in Herzogenaurach durchgeführt.

Seither wurde das Netz an Mobilfunkbasisstationen erheblich verdichtet. Im Februar 2006 erfolgten deshalb erneut Messungen, um die daraus resultierenden Auswirkungen zu überprüfen.

Die Messpunkte wurden dabei so angelegt, dass ein Vergleich mit den Messungen aus dem Jahr 2002 möglich ist. Gleichzeitig wurden neue Standorte mit berücksichtigt. Dabei wurden die Messpunkte so gewählt, dass sie zum einen im Bereich der zu erwartenden höchsten Belastungen, zum anderen in der Nähe sensibler Bereiche, wie Kindergärten und Schulen lagen. Die Messergebnisse wurden immer auf die maximal mögliche Sendeleistung der einzelnen Stationen hochgerechnet. Außerdem wurde für 7 geplante Standorte rechnerisch abgeschätzt, welche Immissionswerte dort zu erwarten sind.

Ergebnis:

Der gesetzliche Grenzwert nach 26. BImSchV wird an allen Messpunkten deutlich unterschritten. Bei den Messungen ergaben sich Immissionen, die bei Vollauslastung der verursachenden Anlagen etwa zwischen 0,2 und 6,8 Prozent des gesetzlich zulässigen Wertes betragen.

Ein Vergleich mit den Resultaten der Messungen aus 2002 ergab, dass an nahezu allen Messpunkten eine Zunahme der Immission festgestelt werden konnte. Ursache dafür sind Erweiterungen der vorhandenen sowie Inbetriebnahme neuer Mobilfunksendeanlagen im Stadtgebiet.

Die Messungen haben deutlich gezeigt, dass die Entfernung zur Anlage als alleiniges Kriterium zur Einschätzung der Größe der elektromagnetischen Felder in der Umgebung eines Mobilfunksenders kaum geeignet ist, da die Feldstärke auch noch von sehr vielen anderen Faktoren abhängig ist. So ergaben sich beispielsweise am Messpunkt 21b vergleichsweise niedrige Immissionswerte, obwohl dieser Punkt im Vergleich zu allen anderen Messpunkten die geringste Entfernung zu einer Mobilfunkanlage besitzt.