



Die fränkische Ackerbürgerstadt Herzogenaurach war im 13. Jahrhundert als Mittelpunkt des Handels und des Handwerks für das agrarische Umland gegründet worden. Früh entwickelte sich ein blühendes Tuchmachergewerbe, das vor allem die nahegelegene Großstadt Nürnberg belieferte. Bis 1800 war rund die Hälfte der Einwohnerschaft in diesem Wirtschaftszweig tätig.
Die Berufsstruktur erfuhr im 19. Jahrhundert einen grundlegenden Wandel hin zum Schuhgewerbe. Zunächst im Verlegersystem, seit 1884 in industriellem Maßstab, wurden an der Aurach „Schlappen“, Filzschuhe und Pantoffel gefertigt. In der Blütezeit waren im „fränkischen Pirmasens“ 25 Unternehmen der Schuhbranche ansässig, deren Produktion zu 80 Prozent aus Hausschuhen bestand.
Die krisenanfällige Wirtschaftsstruktur konnte seit dem zweiten Weltkrieg auf eine breitere Basis gestellt werden. Das entscheidende Element für den steilen Nachkriegsaufstieg der Stadt bildete die Ansiedlung von metallverarbeitenden Betrieben. Der traditionelle Gewerbezweig der Stadt, die Schuhmacherei, findet seine Fortsetzung in zwei dynamischen Weltfirmen. Ursprünglich gemeinsam - seit 1948 getrennt- schufen die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach zwei Großkonzerne, deren Markenzeichen auf den Sportstätten der Welt nicht mehr wegzudenken sind. Das Herz der internationalen Sportmode schlägt heute in Herzogenaurach, wo die Zentralen von Adidas und Puma zu Hause sind, und wo die trendigsten Modelle und Hightech-Schuhe für den internationalen Markt entworfen werden. Firma Weiler Werkzeugmaschinen KG fertigte bis 1992 Werkzeugmaschinen. Ein weiteres Unternehmen des Maschinenbaus, die INA-Holding der Brüder Wilhelm und Georg Schaeffler, wurde zum Synonym für Präzisionstechnik aus Herzogenaurach.
Der traditionelle Gewerbezweig der Stadt, die Schuhmacherei, findet seine Fortsetzung in zwei dynamischen Weltfirmen. Ursprünglich gemeinsam - seit 1948 getrennt- schufen die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach zwei Großkonzerne, deren Markenzeichen auf den Sportstätten der Welt nicht mehr wegzudenken sind. Das Herz der internationalen Sportmode schlägt heute in Herzogenaurach, wo die Zentralen von Adidas und Puma zu Hause sind, und wo die trendigsten Modelle und Hightech-Schuhe für den internationalen Markt entworfen werden.

Von links nach rechts: Adolf „Adi“ Dassler, Rudolf Dassler, Dr.-Ing. E.h. Georg Schaeffler, Dr. Wilhelm Schaeffler, Friedrich Weiler
Weiterführende ThemenZur Ausstellung "sneaker culture" ist ein reich bebilderter und aufwändig gestalteter Katalog erschienen. Betrachtungen zur Erfolgsgeschichte des Turnschuhs, Aufsätze zur Geschichte Herzogenaurachs als Sportschuhstadt und Zeitzeugenberichte machen das 92 Seiten starke Werk zu einem spannenden Lesebuch.
Der Katalog ist für 5 Euro im Kulturamt der Stadt Herzogenaurach erhältlich.