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Herzogenaurach ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

Die Stadt Herzogenaurach erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Gestern ging im Rathaus ein Schreiben der TransFair e.V. aus Köln mit der entsprechenden Urkunde ein. Die Auszeichnung wurde der Stadt von TransFair e.V. erstmalig im Jahr 2013 verliehen. Seitdem baut die Stadt ihr Engagement weiter aus. Erster Bürgermeister Dr. German Hacker freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Herzogenaurach. Lokale Akteure aus Politik, Kirchen, Vereinen, Schulen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Herzogenaurach dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin zusammen mit 67 anderen Kommunen in der Fairen Metropolregion Nürnberg dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Fairtrade-Stadt seit 2013
Im Jahr 2013 erhielt die Stadt Herzogenaurach von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel. Jetzt hat das Prüfgremium von TransFair e.V. der Stadt Herzogenaurach bereits zum dritten Mal bestätigt, dass sie nachweislich alle Kriterien, die für eine Zertifizierung zur Fairtrade-Town notwendig sind, erfüllt: Der Bürgermeister und der Stadtrat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Stadtratsbeschluss fest. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Kirchen, Wirtschaft, Vereinen und Kommunaler Verwaltung koordiniert alle Aktivitäten. In Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten. Kirchen, Schulen und die Volkshochschule Herzogenaurach leisten Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in der Fairtrade-Stadt Herzogenaurach ist vielfältig: Das Gymnasium Herzogenaurach hat eine eigene faire Schulschokolade kreiert und macht sich auf den Weg zur FairTrade-School. In der Staatlichen Realschule Herzogenaurach können Schüler*innen fair gehandelte Süßigkeiten aus einem eigens angeschafften Fair-o-maten ziehen. Die Kirchen unterstützen weiterhin den fairen Handel durch den Verkauf von Kaffee, Tee und Schokolade nach den Gottesdiensten, die Katholische Gemeinde verteilte faire Schokoladen-Nikoläuse in den Kitas. In der Fairen Woche lud die lokale Steuerungsgruppe zu einer Stadtrallye ein, die an neun Stationen des Herzogenauracher Einzelhandels und der Gastronomie zeigte, wie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen vor Ort umgesetzt werden können.

Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Herzogenaurach
Uschi Schmidt, die Sprecherin der lokalen Steuerungsgruppe erklärt: „Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Herzogenaurach ist stolz, dass wir in so schwierigen Zeiten die Rezertifizierung mit Hilfe der Herzogenauracher Bürger*innen erreicht haben. Gerade in diesen Zeiten wird uns die weltweite Verbundenheit, Abhängigkeit und Verantwortung vor Augen geführt. Die Arbeits- und Sozialstandards bei der Produktion (ILO) müssen bei uns und global umgesetzt werden. Ein besonderer Dank gilt auch allen Firmen und Unternehmern, die faire und nachhaltige Produkte in Herzogenaurach anbieten und dafür sorgen, dass wir als Verbraucher*innen die Wahl haben, faire Produktionsbedingungen wählen zu können.“

Faires Rathaus
Auch im Rathaus hat man die faire und nachhaltige Beschaffung weiter verfolgt und intensiviert. Für die nachhaltige Beschaffung gibt es seit 2016 städtische Richtlinien und am 1. Oktober 2019 hat die Stadt Herzogenaurach gemeinsam mit mittlerweile 69 anderen Kommunen in der Fairen Metropolregion Nürnberg den Pakt zur nachhaltigen Beschaffung unterzeichnet. Die Stadt Herzogenaurach setzt seit vielen Jahren auf nachhaltige Produkte, angefangen bei Recyclingpapier und fairen Kaffee über umwelt- und ressourcenschonend hergestellte Büromaterialien, Möbel, Reinigungsmittel und IT bis hin zur fairer Dienstbekleidung. Bei der Vergabe und alle Beschaffungen sollen auch zukünftig soziale und umweltbezogene Aspekte über die ganze Lieferkette berücksichtigt werden. Der Planungs- und Umweltausschuss wird sich in seiner Sitzung am 20. Januar 2021 mit der nachhaltigen Beschaffung in der Stadtverwaltung auseinandersetzen und dem Stadtrat einen Grundsatzbeschluss dazu empfehlen.

Das Engagement in der Fairen Metropolregion bietet Herzogenaurach auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 mit der 2030-Agenda verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ möchte sich Herzogenaurach auf kommunaler Ebene nach ihren Möglichkeiten für diese Nachhaltigkeitsziele engagieren. Der Planungs- und Umweltausschuss wird deshalb in seiner Sitzung am 20. Januar 2021 dem Stadtrat empfehlen, sich der Erklärung „2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ anzuschließen.

Herzogenaurach ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fair-trade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie unter www.fairtrade-towns.de .