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Nachhaltig.Lernen können alle

Für die Fünftklässler, die derzeit nach dem Übertritt in der Mittelstufe starten, sind es aufregende Tage. Neue Schule, andere Klasse, fremde Lehrer und dazu Unmengen an neuem Schulmaterial. Bunte Heftumschläge hier, verschiedene Stifte da – so kommt schnell ein Sümmchen zusammen und man ist froh, wenn dann letztlich alles beieinander ist.

Doch geht das nicht vielleicht alles auch in nachhaltig?!  Angefangen beim Recyclingpapier, dem man seine Herkunft gar nicht mehr anmerkt, kann man mittlerweile sogar bunte Heftumschläge aus Papier kaufen und damit jede Menge Plastikmüll vermeiden. Die Herstellung von Recyclingpapier spart laut Umweltbundesamt im Vergleich zu Frischfaserpapier circa 70 Prozent Wasser und circa 60 Prozent Energie. Darüber hinaus sind der Einsatz von Chlor, optischen Aufhellern, halogenierten Bleichmitteln und weiteren gesundheitsgefährdenden Chemikalien bei der Aufbereitung der Altpapiere verboten.

Auch der Radiergummi darf wie der Name schon sagt, statt aus Kunststoff gerne aus Kautschuk sein. Spitzer und Stifte z. B. gibt es auch aus Holz oder Metall und mit austauschbaren Minen – das ist nicht nur optisch schön, sondern vor allem langlebig. Langfristig spart das sogar Geld und v. a. Ressourcen, denn Produkte verbrauchen nicht nur Rohstoffe, wie oftmals Erdöl für die Plastikproduktion und Energie, wenn sie hergestellt werden, sondern auch bei der Entsorgung für die Müllsammlung und bestenfalls Wiederverwertung. 

Polyvenylchlorid (PVC) – eine Art Endlager der Chlorchemie - belastet die Umwelt spätestens bei der Verbrennung. Weich-PVC enthält dazu noch Weichmacher, die ähnlich wie Hormone wirken. Bereits extrem kleine Mengen können die körperliche Entwicklung stören. Vorsicht also bei allen „geschmeidigen“ Kunststoff-Schulsachen. Der Lack von Buntstiften kann ebenfalls Weichmacher und sogar Schwermetalle enthalten.

Die Auswahl an nachhaltigen Schulmaterialien ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Immer mehr Hersteller legen Wert auf eine umweltfreundliche und nachhaltige Produktion. Ein verlässliches Siegel ist z.B. der Blaue Engel. Orientierung bieten aber auch die regelmäßigen Tests von Stiftung Warentest oder Öko-Test.

Um bereits die Jüngsten der weiterführenden Schulen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, stellt die Stadt Herzogenaurach eine Verteilaktion unter das Motto „Nachhaltig.Lernen“. Mit einem Set aus umweltfreundlichem Material soll den neuen 5. Klassen gezeigt werden, was beim Thema Schulmaterial möglich ist. Der Wert von Nachhaltigkeit soll quasi frühzeitig in die Hand der Kinder gelegt werden. Schließlich lernt man nachhaltig fürs Leben und der nächste Schulmaterialeinkauf kommt bestimmt.