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Stadt-Umland-Bahn: Streckenverlauf am adidas-Campus

Der Freistaat Bayern, die Stadt Herzogenaurach, die adidas AG und der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn haben eine gemeinsame Erklärung zur Streckenführung der StUB im Bereich des adidas-Campus in Herzogenaurach unterzeichnet. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter über die Einigung: „Wir freuen uns, dass diese entscheidende Hürde für die StUB genommen ist. Der Freistaat hat ein sehr großes Interesse an diesem Projekt: Die Bahn verbindet zukünftig drei Städte im Herzen der Metropolregion Nürnberg, erschließt wichtige Hochschulstandorte und etliche große Wirtschaftsunternehmen wie Siemens, Schaeffler, adidas und PUMA. Die StUB wird zeigen: Wenn Kommunen, Wirtschaft und die Bevölkerung vor Ort an einem Strang ziehen, gelingen auch Großprojekte und am Ende gewinnt die gesamte Region.“

Zuletzt hatte das Bayerische Verkehrsministerium im Auftrag von Ministerpräsident Dr. Markus Söder in der Sache vermittelt und konnte gemeinsam mit den Projektpartnern in konstruktiven Gesprächen eine gute Lösung finden: Die Strecke wird demnach den adidas-Campus künftig südlich umfahren und das Gelände am Haupteingang attraktiv erschließen. adidas wird die weitere Planung unterstützen und sich an den Investitions- und Betriebskosten der angepassten Streckenführung maßgeblich beteiligen. 

„Wir haben gemeinsam eine sehr gute Lösung gefunden. Der einzigartige adidas Campus bleibt erhalten. Gleichzeitig profitieren unsere Mitarbeiter und Besucher, die Anwohner der Herzo-Base und die Einzelhandelsgeschäfte in der Umgebung von der künftig sehr guten Anbindung. Dies ist das starke Ergebnis eines Schulterschlusses zwischen Wirtschaft und Politik. Es zeigt, was wir erreichen können, wenn wir miteinander reden und gemeinsam handeln. In dem Zusammenhang möchte ich vor allem dem Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder danken”, erklärt adidas Chef Bjørn Gulden.

Für den Zweckverband war die erneute Trassenüberprüfung im adidas-Umfeld zunächst eine Herausforderung. „Zum einen gibt es bei Planungsverfahren in Deutschland standardisierte Verfahren und rechtliche Rahmenbedingungen, die wir berücksichtigen müssen, um unsere Bewertungsmaßstäbe einheitlich zu halten und das Gesamtprojekt nicht zu gefährden. Zum anderen mussten wir eine Lösung dafür finden, dass sich adidas im Laufe der Zeit verändert hat und geplante Weiterentwicklungen mit der ursprünglichen Linienführung nicht möglich gewesen wären. Diesen Knoten galt es zu lösen, was nur durch politische Unterstützung des Freistaats möglich war“, so Mandy Guttzeit, Geschäftsleiterin des Zweckverbands.

Erster Bürgermeister Dr. German Hacker aus Herzogenaurach, zugleich Vorsitzender des Zweckverbands, unterstreicht: „Mit den verbindlichen Zusagen von adidas und der Rückendeckung des Freistaats ist die Lösung ein guter und Sicherheit gebender Weg. Letztlich haben wir für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation erreicht: adidas kann seinen Campus und damit die Konzernzentrale auch gebäudlich weiterentwickeln und ganz Herzogenaurach, die Region und letztendlich der Standort Bayern profitieren von einer modernen, hochwertigen Erschließung. Herzogenaurach wird doppelt gestärkt. Der Freistaat hat entscheidend dazu beigetragen, das Problem aus der Welt zu schaffen.“

Mit der Gemeinsamen Erklärung legen die vier Unterzeichner die Eckpunkte der weiteren Zusammenarbeit fest: Die Beteiligten verpflichten sich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und der Freistaat erneuert seine Zusage, das Projekt finanziell zu einer Gesamtförderhöhe von 90% zu unterstützen, auch in der nun geplanten geänderten Form. Die Planungen für die Stadt-Umland-Bahn sind bereits weit fortgeschritten: Voraussichtlich bereits in diesem Jahr geht der erste Abschnitt ins Genehmigungsverfahren, danach soll die Bahn Schritt für Schritt gebaut werden.

Weitere Informationen unter: www.stadtumlandbahn.de/faq-streckenverlauf-adidas