Anlässlich der Sonderausstellung “Alles Gute – Stadtmuseum! Jubiläums-Ausstellung. 25 Jahre im Bürgerspital” liegt nun das Begleitheft vor – und es ist viel mehr als das! Kombiniert mit Museums- und Spitalgeschichte sowie einem Führer durch die Dauerausstellung ist es fortan das Kompendium zum Thema Stadtmuseum. Reich bebildert bietet die Publikation auf insgesamt 84 Seiten einen umfassenden Blick auf das Herzogenauracher Stadtmuseum in seinem 25. Jubiläumsjahr. Für 5,00 Euro kann es ab sofort im Stadtmuseum und bei der Tourist Info erworben werden.
Im Jahr 2000 ist das Stadtmuseum Herzogenaurach in das ehemalige Bürgerspital am Kirchenplatz eingezogen. Mit einer Jubiläums-Ausstellung gewährt das Herzogenauracher Stadtmuseum nach 25 Jahren im Bürgerspital noch bis 19. April 2026 einen Blick hinter die eigenen Kulissen. Vieles davon findet sich nun im Begleitheft wieder.
Interessanter Blick hinter die Kulissen
Im ersten Teil werden die Geschichte des spätmittelalterlichen Hauses und der im Vergleich dazu „jungen“ Institution „Stadtmuseum“ genauso ausgebreitet wie die vielfältigen Aufgabengebiete eines Stadtmuseums nach zeitgemäßem Verständnis. Im zweiten Teil wird der längst vergriffene und vielfach nachgefragte, nun überarbeitete Museumsführer aus der Feder von Irene Lederer neu aufgelegt.
Zunächst stehen die Anfänge der Institution Stadtmuseum im Mittelpunkt der Publikation. Diese reichen bis ins Jahr 1908 zurück. Der damalige Historische Verein (heute Heimatverein) war der Initiator des stadtgeschichtlichen Museums. Nach mehreren Standortwechseln zogen die umfangreichen Sammlungen – über 3.500 Objekte sind es mittlerweile – im Jahr 2000 in die sieben Etagen des frisch renovierten Bürgerspitals ein. Seit dieser Zeit wird die Institution unter städtischer Ägide geführt. Die erste Leiterin war Irene Lederer (1959-2024), ihr langjähriger Stellvertreter Dr. Christian Hoyer übernahm 2024.
Spital-, Bau-, Sammlungs- und Museumsgeschichte werden in der Publikation holzschnittartig skizziert und auch Visionen für die Zukunft aufgezeigt. Zudem stehen das Museum und seine Aufgaben in weiteren Kapiteln im Mittelpunkt. Und dies ist besonders spannend, denn viele Aspekte der Museumsarbeit bleiben den Besucherinnen und Besuchern schließlich normalerweise verborgen. Es geht dabei um das Sammeln und eine Sammlungsstrategie, um das Bewahren und Restaurieren und um das Dokumentieren und Inventarisieren – so der Fachbegriff der Museumsleute dafür, jedes Objekt ganz genau zu verzeichnen und zu beschreiben.
Der historisch-politischen Bildungsarbeit wird unter dem Motto „Werte bewahren“ ein eigenes Kapitel gewidmet wie auch der „Museumspädagogik und Kulturvermittlung“ im Allgemeinen.
Museumsführer in neuem Gewand
Den ersten Teil beschließt sodann ein Blick auf 25 Jahre Sonderausstellungs-Tätigkeit im Stadtmuseum. Die Highlights der zurückliegenden 25 Jahre werden dabei in Erinnerung gerufen. Die Firma Ina-Schaeffler darf dabei natürlich nicht fehlen: 2016 widmete das Stadtmuseum der Herzogenauracher Wälzlagerschmiede zum 70. Jubiläum eine große Ausstellung. Genauso sind Sportschuhe vertreten, die naturgemäß bereits mehrfach Thema im Stadtmuseum waren: „100 Jahre Gebrüder Dassler“ (2024), „Sneaker Culture“ (2006) oder auch bei „Patente Franken“ (2017). Schließlich standen Vereinsjubiläen ebenfalls oft im Fokus von Wechselausstellungen: 2011 etwa der Liederkranz oder 2014 der 1. FCH.
Der zweite Teil nimmt die Leserinnen und Leser mit auf einen Museumsrundgang durchs Haus. Auf weiteren reichlich 20 Seiten der nun vorliegenden Museumsschrift wird der von Irene Lederer im Jahr 2007 konzipierte und seit einigen Jahren vergriffene Museumsführer neu und überarbeitet aufgelegt. Er begleitet Besucherinnen und Besucher beim Rundgang durch die drei Etagen der Dauerausstellung des Herzogenauracher Stadtmuseums und bietet Lesestoff auch zum Schmökern für Zuhause.