begin content

Ortsumfahrung Niederndorf – Neuses

Anlass für die Überlegungen zum Bau einer Ortsumfahrung Niederndorf – Neuses war das stetig wachsende Verkehrsproblem in den beiden Ortsteilen Herzogenaurachs bzw. Erlangens. Nach den ersten Untersuchungen im Jahr 2004/2005 wurde im Jahr 2011 der Verkehrsentwicklungsplan fortgeschrieben. Auf Grundlage der Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie hat der Stadtrat der Stadt Herzogenaurach im Juli 2012 einen Grundsatzbeschluss für eine weiträumige Südumfahrung gefasst.

Der östliche Abschnitt der Trassenüberlegungen ist seit geraumer Zeit in Planung. Er ist im aktuellen 7. Ausbauplan für die Staatsstraßen in Bayern in der 1. Dringlichkeit enthalten. Um eine schnellere Umsetzung zu ermöglichen, soll dieser Teil der Straße in kommunaler Sonderbaulast realisiert werden. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Freistaat Bayern ist bereits geschlossen worden.

Der Abschnitt zwischen der Staatsstraße 2263 (Vacher Straße) und Hans-Maier-Straße auf Höhe der Fa. Schaeffler soll als Gemeindeverbindungsstraße mit GVFG-Fördermitteln gebaut werden.

Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie wurden die weiteren Planungsschritte vorbereitet. Gemäß Art. 24 Abs. 1 Bayerisches Landesplanungsgesetz (BayLplG) hat die Regierung von Mittelfranken das Projekt als „erheblich überörtlich raumbedeutsam“ eingestuft. Somit ist vor dem eigentlichen Genehmigungsverfahren in Form eines Planfeststellungsverfahrens die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens vorgeschaltet.

Das Raumordnungsverfahren dient dazu, bereits im Vorfeld Konflikte zu identifizieren, Lösungen vorzuschlagen und durch entsprechende Vorgaben Investitionen möglichst raum-, sozial- und umweltverträglich zu gestalten. Neben den Verkehrsuntersuchungen und der Trassenplanung wurde daher auch eine Umweltverträglichkeitsstudie erstellt. 

Technische Detailfragen sowie Enteignungs- und Entschädigungsfragen sind nicht Gegenstand des Raumordnungsverfahrens. Hier soll grundsätzlich geklärt werden, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen das Projekt den Erfordernissen der Raumordnung entspricht und wie es mit Vorhaben öffentlicher und sonstiger Planungsträger unter Gesichtspunkten der Raumordnung abgestimmt werden kann.

Im April 2015 konnte das mit dem Planungs- und Umweltausschuss sowie dem Stadtrat in jeweils öffentlicher Sitzung abgestimmte Unterlagenpaket für das Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken als zuständige Landesplanungsbehörde eingereicht und damit das Verfahren eingeleitet werden.

Nach der Vorprüfung der Unterlagen wurden im September und Oktober die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit beteiligt. Die anschließende umfangreiche Auswertung und Abwägung der verschiedenen Interessen mündete im April 2016 schließlich in das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, die sogenannte Landesplanerische Beurteilung des Vorhabens.

Im Rahmen der Vorbereitung auf das Planfeststellungsverfahren laufen weitere Untersuchungen.

Stand, Juni 2016

Landesplanerische Beurteilung