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HAITZINGER

Mit Pinsel und Tusche

Ausstellung 14. Mai bis 17. Juli 2022

Pünktlich zum Frühstück servierte Horst Haitzinger den Zeitungslesern seinen Blick auf aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft. Seit den frühen 1960er Jahren arbeitete Deutschlands bekanntester Karikaturist für die Tagespresse und fokussierte dabei treffsicher und mit beißender Ironie die Niederungen des Alltags ebenso wie soziale Ungerechtigkeit, Parteienstreit, Umweltzerstörung oder Krieg und Terror.

Mehr als 15.000 Karikaturen „gehen auf sein Konto“, so lautete Horst Haitzingers grobe Schätzung vor einigen Jahren, bevor er sich 2019 aus dem Tagesgeschäft zurückzog. Wirklich gezählt hat er sie nie. Auch habe er nie mit der viel zitierten „spitzen Feder“ gezeichnet, sondern meistens mit „Marderhaar, Nummer vier“. Also mit Pinsel und Tusche. Der aus Österreich stammende Zeichner arbeitete als Student für den Simplicissimus und war später für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften tätig, seit 1963 erschienen seine Karikaturen auch in den Nürnberger Nachrichten.

Das Herzogenauracher Stadtmuseum zeigt einen Querschnitt aus fünf Jahrzehnten seines Schaffens. Zu sehen sind Original Schwarzweiß-Tuschen, die noch einmal Schlaglichter auf das Weltgeschehen von gestern werfen. Als einer der ersten seines Fachs, prangerte Haitizinger in seinen Karikaturen auch die Zerstörung unserer Umwelt an. Ob das Waldsterben in den 1980er Jahren, die Abholzung des Regenwaldes oder die aktuelle Klimadebatte – Horst Haitzinger bezog mit seinen Karikaturen stets Stellung.