Asiatische Hornisse, Tigermücke, Invasive Ameisen
Asiatische Hornisse
Die Vespa velutina, ist eine invasive Wespenart, die ursprünglich aus Südostasien stammt. In den letzten Jahren hat sie sich in vielen Teilen Europas, darunter auch Deutschland, stark ausgebreitet. Sie wird häufig mit der einheimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro) verwechselt, ist jedoch kleiner und deutlich aggressiver gegenüber Bienen. Ihr Körper ist dunkelbraun bis schwarz, mit einem charakteristischen gelben Band am hinteren Teil des Abdomens. Die Beine sind gelb gefärbt, was ein gutes Unterscheidungsmerkmal zur Europäischen Hornisse darstellt. Der Kopf ist schwarz mit orangefarbenem Gesicht. Asiatische Hornissen bauen große, kugelförmige Nester meist in Bäumen, manchmal aber auch an Gebäuden oder unter Dächern. Die Kolonien können mehrere tausend Individuen umfassen. Ihre Hauptnahrung besteht aus anderen Insekten, insbesondere Honigbienen.
Gefährdung für Bienen und Menschen
Die Asiatische Hornisse gilt als ernsthafte Bedrohung für die europäische Honigbiene (Apis mellifera), da sie systematisch vor Bienenstöcken lauert und Bienen im Flug erbeutet. Dies kann zur Schwächung oder sogar zum Tod ganzer Bienenvölker führen. Für den Menschen stellt die Asiatische Hornisse keine größere Gefahr dar als andere Wespenarten – sie ist nicht aggressiv, solange sie sich nicht bedroht fühlt. Stiche können jedoch für Allergiker gefährlich sein.
Bekämpfung und Schutzmaßnahmen
Es ist wichtig, Nester nicht selbst zu entfernen, sondern Fachleute zu verständigen.
Kontaktieren Sie den zuständigen Hornissenbeauftragten des Landkreises: Wespen & Hornissen
Asiatische Tigermücke
Aedes albopictus ist eine weitere invasive Art, die sich in menschlicher Gesellschaft wohlfühlt und ausbreitet.
Weitere Informationen und was Sie tun können, finden Sie hier: Bayerisches Stechmücken-Monitoring
Große Drüsenameise
Zu Tapinoma magnum wird vom Land Baden-Württemberg aktuell ein Forschungsprojekt gefördert und von den Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe koordiniert. Auf der Internetseite zu dem Forschungsprojekt können Verdachtsfälle von jedermann gemeldet werden, damit diese geprüft werden können, ob es sich wirklich um eine invasive oder doch nur um eine heimische Art handelt.
Hier finden Sie weitere Infos und den Meldebogen des Projekts: TAPINOMA MELDEN: SMNK | Taxonomie
Untere Naturschutzbehörde
Frau Kerstin Fechner
Telefon 09193 / 20 17 26
E-Mail kerstin.fechner@erlangen-hoechstadt.de
Internet www.erlangen-hoechstadt.de