Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse, wissenschaftlich Vespa velutina, ist eine invasive Wespenart, die ursprünglich aus Südostasien stammt. In den letzten Jahren hat sie sich in vielen Teilen Europas, darunter auch Deutschland, stark ausgebreitet. Sie wird häufig mit der einheimischen Europäischen Hornisse (Vespa crabro) verwechselt, ist jedoch kleiner und deutlich aggressiver gegenüber Bienen.
Aussehen und Merkmale
Die Asiatische Hornisse ist etwa 2 bis 3 Zentimeter lang. Ihr Körper ist dunkelbraun bis schwarz, mit einem charakteristischen gelben Band am hinteren Teil des Abdomens. Die Beine sind gelb gefärbt, was ein gutes Unterscheidungsmerkmal zur Europäischen Hornisse darstellt. Der Kopf ist schwarz mit orangefarbenem Gesicht.
Verbreitung und Ausbreitung
Vespa velutina wurde erstmals 2004 in Frankreich nachgewiesen – vermutlich durch den Import von Waren aus Asien. Seitdem hat sie sich rasant in andere europäische Länder verbreitet, darunter Spanien, Italien, Belgien und Deutschland. Die Hornisse bevorzugt warme, gemäßigte Klimazonen und ist besonders in städtischen und ländlichen Gebieten aktiv.
Lebensweise und Ernährung
Asiatische Hornissen bauen große, kugelförmige Nester meist in Bäumen, manchmal aber auch an Gebäuden oder unter Dächern. Die Kolonien können mehrere tausend Individuen umfassen. Ihre Hauptnahrung besteht aus anderen Insekten, insbesondere Honigbienen, weshalb sie eine große Bedrohung für die Imkerei darstellt. Eine einzige Kolonie kann Tausende von Bienen in kurzer Zeit töten.
Gefährdung für Bienen und Menschen
Die Asiatische Hornisse gilt als ernsthafte Bedrohung für die europäische Honigbiene (Apis mellifera), da sie systematisch vor Bienenstöcken lauert und Bienen im Flug erbeutet. Dies kann zur Schwächung oder sogar zum Tod ganzer Bienenvölker führen. Für den Menschen stellt die Asiatische Hornisse keine größere Gefahr dar als andere Wespenarten – sie ist nicht aggressiv, solange sie sich nicht bedroht fühlt. Stiche können jedoch für Allergiker gefährlich sein.
Bekämpfung und Schutzmaßnahmen
Da Vespa velutina eine invasive Art ist, versuchen viele Länder, ihre Ausbreitung einzudämmen. Dazu gehören das Aufspüren und Entfernen von Nestern, das Monitoring durch Bürgerwissenschaftsprojekte sowie gezielte Fallen. Es ist wichtig, Nester nicht selbst zu entfernen, sondern Fachleute zu verständigen.
Kontakt
Untere Naturschutzbehörde
Frau Kerstin Fechner
Telefon 09193 / 20 17 26
E-Mail kerstin.fechner@erlangen-hoechstadt.de
Internet www.erlangen-hoechstadt.de