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Fledermäuse

Fledermäuse gehören zu den ältesten und zugleich geheimnisvollsten Säugetieren unserer Erde. Mit über 25 Arten allein in Deutschland sind sie ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Tierwelt. Als einzige Säugetiere, die aktiv fliegen können, spielen sie eine bedeutende Rolle im ökologischen Gleichgewicht – vor allem durch ihre Funktion als Insektenvertilger.

Lebensweise

Fledermäuse sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Tagsüber ruhen sie in geschützten Quartieren wie Baumhöhlen, Dachböden, Kellern oder hinter Fassadenverkleidungen. Nachts gehen sie auf Insektenjagd – dabei können sie mehrere Tausend Mücken pro Nacht vertilgen. Im Winter halten sie Winterschlaf und ziehen sich in frostfreie, ruhige Verstecke zurück, um Energie zu sparen.

Fledermäuse orientieren sich mithilfe der Echoortung: Sie stoßen Ultraschalllaute aus und nehmen das Echo von Objekten und Beutetieren wahr – ein hochentwickeltes Navigationssystem.

Gesetzlicher Schutz

Alle heimischen Fledermausarten stehen unter strengem Schutz gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz sowie internationalen Abkommen wie der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU. Das bedeutet: Es ist verboten, Fledermäuse zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Auch ihre Quartiere dürfen nicht zerstört oder gestört werden – weder im Sommer noch im Winter.

Was Sie tun können

Fledermäuse gefunden?

  • Wenn Sie eine geschwächte oder verletzte Fledermaus finden, nehmen Sie sie bitte vorsichtig mit Handschuhen auf und setzen Sie das Tier in eine mit Luftlöchern versehene Schachtel. Kontaktieren Sie anschließend eine örtliche Fledermausstation, eine Wildtierauffangstation oder den NABU/den BUND.

  • Junge Fledermäuse, die aus dem Quartier gefallen sind, sollten ebenfalls nicht sich selbst überlassen werden – Fachleute können sie sachgerecht aufziehen.

Fledermäuse im Haus?

  • Wenn Sie Fledermäuse auf dem Dachboden oder hinter einer Fassade bemerken, lassen Sie sie bitte in Ruhe. Diese Quartiere sind oft jahrelang genutzte Zufluchtsorte. Das Entfernen oder Abdichten solcher Zugänge ist nur außerhalb der Quartierzeiten und nach Rücksprache mit der Naturschutzbehörde zulässig.

  • Mit einem Fledermauskasten können Sie den Tieren zusätzliche Nistmöglichkeiten bieten und sie gleichzeitig aus problematischen Bereichen umleiten.

So helfen Sie mit:

  • Erhalten Sie alte Bäume, Dachböden und Kellerräume, wenn möglich.

  • Vermeiden Sie den Einsatz von Insektiziden in der Nähe potenzieller Quartiere.

  • Unterstützen Sie lokale Schutzprojekte oder melden Sie Beobachtungen an eine Fledermaus-Hotline oder ein Naturkundemuseum.

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Planung, Natur und Umwelt

Herr Schneider
Telefon +49 (0) 9132 / 901-245
E-Mail schneider@herzogenaurach.de