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Störche in Herzogenaurach

Die Weißstorchenpopulation in Herzogenaurach hat in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Da Störche sehr standorttreu sind, entstehen die meisten neuen Horste in unmittelbarer Nähe der bereits bestehenden Nester, überwiegend auf den Dächern und Schornsteinen der Herzogenauracher Altstadt.

 

Weißstörche (Ciconia ciconia) sind beeindruckende Vögel, die vor allem durch ihre große Größe und ihr charakteristisches weißes Gefieder bekannt sind. Hier sind einige wissenswerte Fakten über sie:

  • Größe und Aussehen: Weißstörche können eine Körpergröße von bis zu 1,05 m erreichen, mit einer Flügelspannweite von etwa 2 m. Ihr Gefieder ist überwiegend weiß, mit schwarzen Federn an den Flügeln und am Schwanz. Der lange rote Schnabel und die roten Beine sind ebenfalls markante Merkmale.

  • Lebensraum: Sie bevorzugen offene Landschaften, wie Feuchtgebiete, Wiesen und Felder. Sie brüten häufig auf hohen Bäumen oder Dächern von Gebäuden und Strommasten.

  • Migration: Weißstörche sind Zugvögel. Im Herbst ziehen sie in den warmen Süden, vor allem nach Afrika, und kehren im Frühjahr zurück, um in Europa zu brüten. Die Reise kann mehrere tausend Kilometer lang sein.

  • Nahrung: Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Tieren wie Fröschen, Insekten, Würmern, Mäusen, Eidechsen, Schlangen und kleinen Vögeln. Sie gehen in flachen Gewässern oder auf Wiesen auf Nahrungssuche.

  • Fortpflanzung: Weißstörche legen ihre Eier im Frühling ab, normalerweise in einem Nest aus Ästen, das sie selbst bauen. Beide Elternteile brüten die Eier aus und füttern die Küken nach dem Schlüpfen.

  • Symbolik: In vielen Kulturen sind Weißstörche ein Symbol für Glück, Fruchtbarkeit und den Beginn neuer Lebensabschnitte. Besonders bekannt ist die Legende, dass Störche Neugeborene bringen.

  • Gefährdung: Obwohl der Weißstorch in Europa nicht stark gefährdet ist, kann er durch den Verlust von Lebensräumen und die Zerstörung von Nistplätzen gefährdet sein. In einigen Gebieten gibt es jedoch Schutzmaßnahmen, die den Bestand stabilisieren.

Weißstörche sind also faszinierende Vögel, die in der Natur eine wichtige Rolle spielen und durch ihre weite Migration sowie ihre symbolische Bedeutung eine besondere Verbindung zu Menschen haben.

Quelle: LBV, Wikipedia

Die stark gestiegene Weißstorchpopulation kann aber auch zu Problemen führen. Wie Sie sich richtig verhalten und an wen Sie sich wenden können erfahren Sie hier in der Infobox!

Ein Storch nistet auf meinem Dach / Schornstein - Was kann ich tun?

Bei einem Neubau (ohne Eingreifen würde ein neuer, funktionsfähiger Horst entstehen) oder bei einem bereits etablierten Horst (an diesem Standort hat bereits eine erfolgreiche Brut stattgefunden) gilt die Fortpflanzungsstätte nach §44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG als geschützt.

Ausnahmevoraussetzungen zur Entnahme liegen vor (§45 Abs. 7 BNatSchG):
Angegebene Gründe sind z. B.
- Behinderung des Rauchabzug am Kamin
- erhöhte Brandgefahr am Kamin
- statische Probleme
- Verkehrssicherung
und es bestehen keine zumutbaren Alternativen.

Bei einem Neubau:
Ausnahme kann (ggf. mit Auflagen) erteilt werden:
- kein Ersatzhorst erforderlich
- Vermeidung der Wiederansiedlung durch Vergrämungsmaßnahmen

Bei einem etablierten Horst:
Ausnahme kann (ggf. mit Auflagen) erteilt werden:
- i. d. R. Ersatzhorst erforderlich
- Vermeidung der Wiederansiedlung durch Vergrämungsmaßnahmen

Ausnahmevoraussetzungen zur Entnahme liegen nicht vor (§45 Abs. 7 BNatSchG):
Angegebene Gründe sind z. B.
- lautes klappern der Störche
- Verschmutzung durch Kot
- störendes Nistmaterial in der Dachrinne oder es bestehen zumutbare Alternativen (in Einzelfällen
z. B. Rohrverlängerungen/Verschiebungen möglich)

Ausnahme kann nicht erteilt werden

Wer ist mein Ansprechpartner für Genehmigungen oder Informationen?

Genehmigungen:

Regierung von Mittelfranken

Frau Andrea Kerskes
Telefon: 0981 / 53-1500
E-Mail: andrea.kerskes@reg-mfr.bayern.de
Internet: www.regierung.mittelfranken.bayern.de

Frau Anja Schulze-Bierbach
Telefon: 0981 / 53-1435
E-Mail: anja.schulze-bierbach@reg-mfr.bayern.de
Internet: www.regierung.mittelfranken.bayern.de

Allgemeine Informationen rund um den Storch unter:

LBV- Weißstorchteam (Oda Wieding)
Eisvogelweg 1
91161 Hilpoltstein
Tel. 09174/4775-7432
Fax: 09174/4775-7075
E-Mail: weissstorch@lbv.de
Website: www.lbv.de

Was tun bei Unfällen und verletzten Störchen?

Erste Anlaufstelle bei Unfällen und Nestaktionen ist immer die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Erlangen-Höchstadt.
Frau Kerstin Fechner
Zimmer: 213
Tel.: 09193 / 20 17 26
E-Mail: kerstin.fechner@erlangen-hoechstadt.de

Bitte melden Sie jeden tot aufgefundenen Storch per Telefon oder per E-Mail unter genauer Angabe des Ortes und der Ursache bei der unteren Naturschutzbehörde.

Verletzte Störche können auf eigene Kosten in die Auffangstation des Tiergartens Nürnberg gebracht werden.
Tierarztpraxis: 0911 / 54 54 870

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Planung, Natur und Umwelt

Herr Schneider
Telefon +49 (0) 9132 / 901-245
E-Mail schneider@herzogenaurach.de