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Wollhandkrabbe in Herzogenaurach – invasive Art im Blick

Allgemeine Informationen
Die Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) ist eine invasive Art, die ursprünglich aus Ostasien stammt. Seit den 1990er-Jahren breitet sie sich zunehmend in europäischen Gewässern aus. Auch in Herzogenaurach wurden bereits Exemplare gesichtet, vor allem in Flüssen, Bächen und angrenzenden Überschwemmungsgebieten.

Wollhandkrabben sind vor allem durch ihre charakteristischen, pelzigen Scheren gut zu erkennen. Sie leben überwiegend im Wasser, wandern aber zum Laichen flussaufwärts und können dabei auch auf Landstücken auftreten.

Ökologische Auswirkungen
Die Wollhandkrabbe kann erhebliche Schäden anrichten:

  • Sie gräbt Gänge in Uferböschungen, was zu Erosion führen kann.

  • Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum mit einheimischen Fisch- und Wirbellosenarten.

  • Beeinträchtigung von ökologisch sensiblen Gewässerbereichen.

Rechtlicher Hinweis & Meldung
Die Wollhandkrabbe ist eine invasive Art gemäß EU-Verordnung 1143/2014 und darf nicht absichtlich ausgesetzt oder verbreitet werden.

  • Gefundene Tiere melden: Wer eine Wollhandkrabbe entdeckt, sollte dies umgehend der unteren Naturschutzbehörde melden.

  • Nicht freilassen oder transportieren: Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, dürfen Tiere nicht eigenmächtig verlegt oder in andere Gewässer eingesetzt werden.

Verhalten bei Sichtungen

  • Tiere beobachten, aber nicht anfassen.

  • Fundort, Datum und Anzahl der Tiere dokumentieren (Fotos helfen der Behörde).

  • Meldung an die untere Naturschutzbehörde mit den gesammelten Informationen.

Fazit
Die Wollhandkrabbe ist eine invasive Art, die bereits in Herzogenaurach vorkommt. Sie kann die einheimische Tierwelt und die Uferstruktur gefährden. Frühzeitige Meldungen an die Naturschutzbehörden helfen, Ausbreitung und Schäden einzudämmen.

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Planung, Natur und Umwelt

Herr Schneider
Telefon +49 (0) 9132 / 901-245
E-Mail schneider@herzogenaurach.de