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Rathausneubau und Schlosssanierung

Im ersten Quartal 2019 sollen der Abriss und die Bauphase des neuen Rathauses beginnen. Das Rathaus (und damit die komplette Verwaltung einschließlich Stadtbücherei) ist bis zum Wiedereinzug im Gebäude der ehemaligen Puma-Hauptverwaltung zu finden. Die Adresse ist  „Wiesengrund 1“ in Herzogenaurach. Die Tourist Information ist während der Bauphase zentral in der Hauptstraße 34 (ehemalige Bäckerei Lang) angesiedelt.

Die Verwaltung wird im Januar 2019 in das Interimsrathaus umziehen. Ziel ist es, dass für alle Bürgerinnen und Bürger bzw. Besucher des Rathauses ein zeitlich lückenloser Übergang vom jetzigen Rathaus in die Interimslösung geschehen soll.

 

Vorgezogene Arbeiten

Seit Oktober werden bestehende Abwasser-, Strom- und Medienleitungen im Schlossgraben umverlegt. Diese Leitungen liegen direkt im Baufeld und müssen vorab herausgenommen und neu verlegt werden.

Suchschürfen im Sommer
Im Juli wurden für die weiteren Planungen zum Rathausneubau Suchschürfen im Schlossgraben und im Schlosshof durchgeführt. Diese Arbeiten hatten folgende Hintergründe:

  • Bestimmung der Lage von verschiedenen Leitungen im Schlossgraben
  • Erfordernis von statischen Untersuchungen an den Fundamenten des Schlossgebäudes
  • Archäologische Voruntersuchung der relevanten Bereiche des künftigen Baufeldes

Alle Suchschürfen wurden daher intensiv von einem Archäologen begleitet und betreut.

Nachgefragt

Finden Sie im folgenden schon erste Antworten zu Fragen, die auch Sie beschäftigen könnten. Falls Sie darüber hinaus noch weitere Informationen wünschen oder Fragen haben, lassen Sie es uns wissen.

Warum braucht Herzogenaurach ein neues Rathaus?

Im heutigen Rathaus ist die Kernverwaltung der Stadt (alle Ämter mit insgesamt ca. 110 Mitarbeitern) inkl. Stadtbücherei untergebracht. Die Rathausgebäude (Schloss und Anbau) sind bereits seit Jahren nicht nur technisch und energetisch sanierungsbedürftig, sondern auch deutlich zu klein.

Neben dem Wachstum der Stadt in den letzten Jahren/Jahrzehnten muss auch mit einer weiter zunehmenden Zahl an Aufgaben der Kommunalverwaltung und einer damit einhergehenden Steigerung der Zahl an Mitarbeitern/innen gerechnet werden. Es fehlen Räume für bestehende Arbeitsplätze, was zur Folge hat, dass die Mitarbeiter/innen teilweise mit sehr beengten Platzverhältnissen zurechtkommen müssen.

Zudem gibt es in den verschiedenen Ämtern keine Arbeitsplätze für Auszubildende und Praktikanten. Auch erforderliche Besprechungsräume und Räume für weitere Serviceangebote (z. B. Rentenberatung) sind im bestehenden Rathauskomplex in nicht annähernd ausreichender Anzahl vorhanden. Zudem wäre ein größeres und ebenerdiges Bürgerbüro ebenso wichtig wie ein deutlich größeres Stadtarchiv. Beides kann aufgrund baulicher Gegebenheiten im aktuellen Rathaus nicht umgesetzt werden. Die Liste der räumlichen Defizite ließe sich fortsetzen.

Könnte man das bestehende Rathaus nicht einfach erweitern?

Das historische Schlossgebäude steht unter Denkmalschutz und ist damit nicht veränderbar.
Der Ergänzungsbau aus den 1960er Jahren ist technisch und energetisch dringend und umfassend sanierungsbedürftig. Bereits im Jahr 2008 wurden Sanierungsüberlegungen angestellt, die 2011 im Rahmen eines kleinen Architektenwettbewerbs konkretisiert und detailliert untersucht wurden. Als Grundlage hierzu hatte die Verwaltung ein zukunftsfähiges Raumkonzept erstellt, das anschließend von einem externen Büro geprüft und bestätigt wurde. Anhand dieses Raumkonzepts konnten verschiedene Erweiterungsszenarien untersucht und betrachtet werden.

Im Expertengutachten wurde festgestellt, dass die erforderlichen Flächen der Ämter weder in der bestehenden noch in einer erweiterten Kubatur des Trakts aus den 1960er Jahren untergebracht werden können. Eine Sanierung und Erweiterung ist daher nicht ausreichend.

Es wurde weiter aufgezeigt, dass ein zukunftsfähiges Rathaus mit den erforderlichen Arbeitsplätzen nur mit einem größeren Ersatzneubau realisiert werden kann. Aus diesem Grund wird der 1960er-Jahre-Trakt abgebrochen und unter Maßgabe städtebaulich vertretbarer Rahmenbedingungen ein neues Gebäude errichtet werden.

Gäbe es keinen anderen Standort für ein neues Rathaus?

Während der letzten Jahre wurden mehrere Standorte  betrachtet und verschiedene Szenarien geprüft. Der Entscheidung, am bestehenden zentralen Standort im Kern der Altstadt festzuhalten, liegen wichtige Aspekte zugrunde:

  • Zentrale Anlaufstelle für Bürger und Gäste soll in der Stadtmitte erhalten bleiben bzw. grundsätzlich dort angesiedelt sein
  • Kernverwaltung kann durch die Situierung an einem zentralen und barrierefreien Standort gebündelt werden und muss nicht auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt werden (wirtschaftliche, organisatorische, kulturelle, soziale Aspekte etc.)
  • Historisch bedeutsamer Standort durch ehemaliges Amtsschloss mit Regierungssitz (Bewahrung und Stärkung von kulturellen Wurzeln)
  • Möglichkeit der Erhaltung und adäquate Nutzung von historischer Bausubstanz
  • Belebung der Innenstadt durch Behördengänge, Besucherverkehr, Mitarbeiter der Stadtverwaltung
  • Optimierter Sitzungssaal und zahlreiche Besprechungsräume, die nach Fertigstellung des Neubaus und der Sanierung auch wieder als Veranstaltungsräume dienen und damit einen wichtigen kulturellen und sozialen Nutzen für die Stadtgesellschaft stiften
  • Erhalten des Schlossinnenhofes als bedeutender Veranstaltungsort mit Aufenthaltsqualität zentral in der Innenstadt. Dadurch wird auch eine Belebung der Innenstadt im Hinblick auf Synergien mit dem ortsansässigen Einzelhandel, Feste, Veranstaltungen, Hochzeiten etc. erreicht
  • Allgemeine und weiterhin öffentliche Nutzbarkeit der Grundstücke des ehemaligen Amts-schlosses und des Rathausumfeldes inklusive des ehemaligen Schlossgrabens

Darauf folgt: ein alternativer Standort des Rathauses am Stadtrand oder außerhalb der Innen-stadt hätte eine Schwächung der zentralen Funktionen der Innenstadt zur Folge. Grundsätzlich darf angemerkt werden, dass bei der Wahl jedes anderen Standorts, bei dem das 1960er-Jahre-Gebäude ersatzlos abgerissen worden wäre zur Folge gehabt hätte, dass man in der Innenstadt auf eine erhebliche Nutzfläche verzichten würde, die zusätzlich an anderer Stelle geschaffen werden müsste.

Warum hat die Stadt das ehemalige Puma-Gebäude an der Würzburger Straße nicht gekauft, um dort das Rathaus langfristig anzusiedeln?

Natürlich wurde im Vorfeld umfangreich geprüft, ob die ehemalige Puma-Hauptverwaltung langfristig als Rathaus genutzt werden kann. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex, der aus einem neueren (Baujahr 2004) und einem älteren (Baujahr 1986) Gebäude besteht. Beide Gebäudeteile sind durch eine gemeinsame Versorgung mit Strom, Heizung, Wasser etc. verbunden.
Unabhängig davon, dass gewichtige städtebauliche Gründe dafür sprechen, das Rathaus wieder am Schloss anzusiedeln (siehe Antwort auf vorherige Frage), ist auch die Gebäudestruktur der ehemaligen Puma-Hauptverwaltung für eine mittel- und langfristige Rathausnutzung nicht geeignet.

Der gesamte Gebäudekomplex (bestehend aus Alt- und Neubau) wäre für eine Rathausnutzung deutlich zu groß. Würde man lediglich den Neubau als Rathaus nutzen, wäre dieser Teil für eine längerfristige Nutzung wiederum zu klein. Schon die Nutzung als Interimsrathaus funktioniert mit der aktuellen Mitarbeiterstruktur „gerade so“. Eine längerfristige Nutzung dieses Bereichs scheidet aus Platzgründen aus.

Unabhängig davon wurde die ehemalige Puma-Hauptverwaltung als reiner Bürokomplex für die interne Firmentätigkeit entwickelt und gebaut. Dieser Gebäudekomplex entspricht definitiv nicht den Anforderungen und Ansprüchen an ein öffentlichen Rathauses mit Besucherverkehr. Hierfür müsste das Gebäude entkernt und aufwändig umgebaut werden.

Die vom aktuellen Eigentümer angestrebte Nutzung ist dagegen ideal: In Zentrumsnähe entstehen ohne neuen Flächenverbrauch über 100 neue Wohnungen und der neuere Gebäudeteil steht nach Auszug der Rathausverwaltung für Büronutzungen zur Verfügung. Dieser zusätzliche Nutzen ermöglicht es, ggf. auf zusätzliche Flächenentwicklung im Außenbereich zu verzichten.
Last but not least: Das Rathaus wird nach Fertigstellung wieder dort zu finden sein, wo es hingehört: Am Marktplatz im Herzen der Stadt.

Wann soll mit den Abbrucharbeiten begonnen werden und wie lange werden diese Arbeiten dauern?

Mit den Abbrucharbeiten des 1960er-Jahre-Anbaus soll im Februar/März 2019 begonnen werden. Die Abbrucharbeiten wird man anfangs von außen kaum wahrnehmen, da diese Arbeiten auch die Entkernung des Gebäudeinneren beinhaltet. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die gesamten Abbrucharbeiten ca. 6 Monate dauern.

Wie geht es nach den Abbrucharbeiten weiter?

Wenn alle oberirdischen Gebäudeteile entfernt sind, wird die Bohrpfahlwand zur Sicherung der Baugrube erstellt. Hierzu ist erst der noch bestehende Keller zu verfüllen, damit die Bohrpfahl-wand sicher erstellt werden kann. Man benötigt den verfüllten Keller als Gegendruck zu den Erd-massen außerhalb der Baugrube. Sobald die Bohrpfahlwand komplett erstellt ist, ist die Baugrube gesichert und die Kellerräume können ebenfalls abgebrochen werden. Anschließend wird die Baugrube ausgehoben.

Wann ist mit der Fertigstellung des Rathauses zu rechnen?

Nach dem aktuellen Zeitplan wird davon ausgegangen, dass die Nutzung des neuen Rathauses Ende 2022 wieder aufgenommen werden kann. Eine derartige Baustelle beinhaltet aber auch einige Unwägbarkeiten: So werden z. B. alle Bodenarbeiten archäologisch begleitet, weil das gesamte Schlossumfeld die Eigenschaft eines Bodendenkmals hat. Nach dem aktuellen Kenntnisstand und dem Ergebnis der Voruntersuchungen ist in diesem Bereich zwar nicht mit Überraschungen zu rechnen.
Trotzdem können durch denkmalrechtlich interessante Funde Verzögerungen entstehen, weil aufwändige Sicherungsmaßnahmen oder Dokumentationen durchgeführt werden müssen.

Aufgrund der momentanen Baukonjunktur muss auch damit gerechnet werden, dass nicht für alle Gewerke sofort eine Baufirma gefunden wird. So kann es sein, dass manche Leistungen bzw. Gewerke mehrmals ausgeschrieben werden müssen. Auch das führt zu Verzögerungen für den gesamten Bauablauf.

Was passiert mit dem Schlossgraben?

Der Schlossgraben als Erholungs- und Ruhefläche wird – wie das gesamte Rathausumfeld – während der Bauzeit nicht zugänglich sein, da dieser Bereich für die Einrichtung der Baustelle und für die Herstellung der Baugrube benötigt wird.

Wenn der Rathausneubau fertiggestellt ist, wird es wieder einen attraktiv und geschmackvoll gestalteten Schlossgraben als innerstädtischen Grünraum geben. Im westlichen Bereich des Schlossgrabens wird auch wieder ein toller Spielplatz entstehen. Der neue Schlossgraben kann natürlich von allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen und Besuchern der Stadt Herzo-genaurach genutzt werden.

Unter Downloads finden Sie Pläne des künftigen Schlossgrabens (Bürgerinformation Freiflächenplanung).

Welche Kosten entstehen für den Rathaushausneubau und die Schlosssanierung?

Nach den aktuellen Kostenberechnungen, die bereits sehr konkret sind, entstehen für den Neubau des Rathauses Kosten in Höhe von ca. 27,7 Mio. EUR.

Für die Sanierung des denkmalgeschützten Schlossgebäudes wird mit einem Aufwand von ca. 8,6 Mio. EUR gerechnet. Die Gestaltung und Herstellung der Freianlagen (Schlossgraben, Schlossinnenhof und Außenanlagen des Ratskellers) kosten voraussichtlich 1,4 Mio. EUR.

Gibt es Fördermittel für den Rathausneubau?

Grundsätzlich werden für Verwaltungsneubauten und -sanierungen keine staatlichen Fördermittel gewährt. Wegen der positiven Wirkung und der hohen städtebaulichen Bedeutung des Standortes für die Innenstadt erhält die Stadt Herzogenaurach jedoch für verschiedene Arbeiten rund um den Rathausneubau Mittel aus dem Topf der Städtebauförderung. Die Schlosssanierung wird zudem mit Fördermitteln des Denkmalschutzes unterstützt.

Wurde an die Sicherheit der benachbarten Gebäude gedacht?

Alle Baumaßnahmen werden stets so geplant und durchgeführt, dass Auswirkungen auf die benachbarten Gebäude ausgeschlossen sind.

Trotzdem führt die Stadt im Vorfeld jeder Baumaßnahme ein sogenanntes Beweissicherungsverfahren durch. Das bedeutet, dass ein Sachverständiger alle benachbarten Gebäude genau untersucht und den Zustand der Bauteile (z. B. vorhandene Risse in Gebäudewänden) dokumentiert.

Sollten während oder im Anschluss an die Bautätigkeit Veränderungen an Gebäudeteilen auf Nachbargrundstücken auftreten, kann mit der Dokumentation genau nachvollzogen werden, welche Ursache diesen Veränderungen zugrunde liegen.

Mit welchen verkehrlichen Einschränkungen ist zu rechnen?

Während der Bauzeit kann der Hubmannparkplatz (P4) nicht genutzt werden, da dieser für die Baustelleneinrichtung, für Lagerzwecke und zum An- und Abtransport von Baumaterialien benötigt wird. Der Fußgänger- und Radverkehr durch den Schlossinnenhof und im Schlossgraben wird während der gesamten Bauzeit nicht möglich sein. Lediglich ein Rad- und Fußweg von der westlichen Hauptstraße über den Schlossgraben zur Hinteren Gasse kann offen gehalten werden. Darüber hinaus ist mit keinen verkehrlichen Einschränkungen zu rechnen.

Wo kann man am besten in der Innenstadt parken?

Autofahrer haben ausreichend Gelegenheit, ihr Auto direkt in der Innenstadt oder zentrumsnah zu parken. Weit im Vorfeld der Rathaus-Baustelle wurde u.a. aus diesem Grund das Parkdeck an der Schütt errichtet, um ca. 45 zusätzliche Stellplätze für diese Phase bereitstellen zu können. Außerdem stehen in wenigen Gehminuten zur Innenstadt auch 12 Wohnmobil-Parkplätze zur Verfügung. Einfach dem Parkleitsystem folgen.

P1 An der Schütt (Großparkplatz mit Parkdeck); Einfahrt über Bahnhofstraße und An der Schütt
P2 Aurachwiesen; Einfahrt über Hans-Maier-Straße
P3 Steinerne Brücke; Einfahrt über Steggasse
P5 Vereinshaus; Einfahrt über Hintere Gasse

Eine grafische Übersicht der Parkplätze finden Sie hier.

Die ersten 30 Parkminuten sind übrigens kostenlos!

Wo finden die im Schlosshof etablierten Veranstaltungen zukünftig statt?

Es werden auch während der Bauphase die innerstädtischen Veranstaltungen stattfinden. Für Veranstaltungen im Schlosshof (u.a. Open-Air-Kino, Altstadtfest, Theatersommer, hin&herzo – Das Kulturfestival) werden Ausweichflächen bis zur Fertigstellung des Rathausneubaus und des neuen Schlosshofs genutzt.

Die geänderten Veranstaltungs- und Spielorte werden rechtzeitig vor der Veranstaltung über die Internetseite der Stadt, das Amtsblatt und die weiteren Werbemaßnahmen veröffentlicht und bekannt gegeben.

Wo kann man sich über den aktuellen Stand zu den Bauarbeiten informieren?

Sobald die nach außen sichtbaren Abbruch- und Bauarbeiten beginnen, kann der aktuelle Stand der Arbeiten über eine Baustellen-Webcam verfolgt werden.

An dieser Stelle wird der aktuelle Stand der Arbeiten dargestellt und die nächsten Meilensteine der Bauarbeiten angekündigt. Darüber hinaus wird im Amtsblatt der Stadt Herzogenaurach über den Baufortschritt berichtet.