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Radverkehr in Herzogenaurach

Der Anteil des Fahrradverkehrs hat in Herzogenaurach in den vergangenen 10 Jahren von 16 auf 20 Prozent zugenommen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Haushaltsbefragung im Rahmen der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes 2012.

Für die Zukunft hat sich die Stadt Herzogenaurach das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Anteil des Fahrradverkehrs bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen.

Es hat sich gezeigt, dass der Binnenverkehr – das ist der Verkehr im Stadtgebiet zwischen den Stadtquartieren – über 50 Prozent des Verkehrsaufkommens beträgt. Diese Fahrten betragen oft nur bis 3 km. Das motorisierte Verkehrsaufkommen könnte deutlich gesenkt werden, wenn diese kurzen Wege mit dem Stadtbus oder mit dem Fahrrad zurückgelegt würden.

Die Verbesserung und der Ausbau des Radwegenetzes soll zu einer verstärkten Fahrradbenutzung beitragen.

Dadurch

•    wird die Verkehrsbelastung verringert bzw. steigt nicht weiter an.
•    werden Straßenanwohner weniger belastet.
•    nimmt die Luftbeeinträchtigung ab.
•    wird Benzin und Geld eingespart.
•    wird durch die Bewegung die eigene Gesundheit gefördert.

Radwegenetz und Beschilderung

In den vergangenen Jahren hat die Stadt viel in den Ausbau der Radwege investiert und darüber hinaus Übergänge durch Fahrradfurten gesichert, Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet, Fahrradabstellplätze in der Innenstadt installiert usw.

2010 wurde erstmals in Zusammenarbeit mit dem ADFC und engagierten Autoren aus Herzogenaurach eine Radwegekarte erarbeitet, die das Radwegenetz im Stadtgebiet und in der Umgebung aufzeigt. Die Broschüre beschreibt zwölf Touren in die Umgebung, die sich für einen Ausflug anbieten.

Radschnellwege

Machbarkeitsstudie zu Radschnellwegen im Großraum Nürnberg

Die Stadt Herzogenaurach hat sich zusammen mit den Städten Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach sowie den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land, Roth und Erlangen-Höchstadt an einer Machbarkeitsstudie für den Aufbau eines leistungsfähigen Radschnellwegenetzes in der Region beteiligt. Das Bayerische Innenministerium fördert das Vorhaben mit etwa 50% der Kosten.

Das beauftragte Planerkonsortium hat nach umfassender Analyse der 21 in Rede stehenden, möglichen Trassenkorridore auf Basis verschiedener Kriterien (v.a. Pendlerbeziehungen, Netzbedeutung, Verkehrsbeziehungen, Einwohner, Arbeitsplätze u.a.) nun eine Auswahl an sieben näher zu untersuchenden Korridoren getroffen und zur Entscheidung vorgeschlagen. Das regelmäßig tagende Lenkungsgremium ist in seiner Sitzung vergangene Woche dem Vorschlag der Planer gefolgt.

Die Verbindung Herzogenaurach – Erlangen („Südtrasse im Aurachraum“) wurde vom Planerkonsortium als Trasse mit hohem Potenzial kategorisiert und ist damit eine der sieben ausgewählten Trassen, die im Sommer dieses Jahres mit Detailplanungen näher untersucht werden sollen. Die ebenfalls von der Stadt Herzogenaurach ins Rennen geschickte Verbindung Herzogenaurach – Fürth ist, wie 13 weitere Verbindungen im Großraum, auf Grund einer zu geringen Anzahl an zu erwartenden Fahrten nicht in die Auswahl der letzten Sieben gekommen. Unabhängig von den Überlegungen zu Radschnellwegen hat das Staatliche Bauamt Nürnberg bereits vor Monaten begonnen, Vorüberlegungen zu einer „normalen“ Radwegeverbindung entlang der bestehenden Staatsstraße von Niederndorf nach Vach (entlang der Vacher Str., St. 2263) anzustellen. Für eine Planung wird allerdings noch Zeit benötigt. Bisher wurden die Anschlüsse an die Siedlungsgebiete von Vach und Niederndorf Süd betrachtet, eine Trassenplanung „über Land“ steht noch aus und kann frühestens im Herbst 2016 begonnen werden. Insofern kann man hoffnungsvoll sein, dass dieser wichtige Lückenschluss für Radfahrer in einigen Jahren erreicht sein wird. Dann zwar nicht als Radschnellweg, aber zumindest als herkömmlicher Rad- und Fußweg, was bereits einen großen Vorteil gegenüber dem heutigen Zustand darstellen würde.
 
Es ist sehr erfreulich, dass der Wirtschaftsstandort Herzogenaurach mit der Detailplanung einer Radschnellwegeverbindung nach Erlangen weiterhin von der Entwicklung des Schnellwegesystems profitieren wird. Die Planungen sollen gegen Ende 2016 so weit gediehen sein, dass sie dem Stadtrat zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden können.

Die vier dunkelgrün markierten Strecken auf der Grafik sind die Verbindungen, die das höchste Potenzial besitzen, die drei hellgrünen die mit hohem Potenzial. Darunter eben auch die Verbindung Herzogenaurach-Erlangen.
 

Radverkehrsförderung

Herzogenaurach ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern). 38 Kommunen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam die Radverkehrsförderung voranzubringen. Besondere Schwerpunkte sind hierbei die Erhöhung des Rad- und Fußverkehrsanteils im Gesamtverkehr und die Verbesserung der Verkehrssicherheit.

STADTRADELN

Alljährlich beteiligt sich die Stadt Herzogenaurach als Mitgliedskommune der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) am deutschlandweiten Wettbewerb STADTRADELN.

Beim STADTRADELN geht es darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen aufs Fahrrad zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Während des alljährlichen dreiwöchigen Aktionszeitraumes können Fahrradteams aus den verschiedensten Bereichen gemeinsam möglichst viele Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Beteiligen können sich alle, die in Herzogenaurach wohnen oder arbeiten. Die aktivsten Teams werden am Ende der Aktion von der Stadt ausgezeichnet. Auch die Kommunen treten bei der bundesweiten Veranstaltung gegeneinander in den Wettstreit.

STADTRADELN ist eine Kampagne des Klima-Bündnis e.V., dem größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz. Jetzt informieren

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Planung, Natur und Umwelt
Frau Preinl
Telefon +49 (0) 9132 / 901-232
E-Mail preinl@herzogenaurach.de

AUFSTEIGEN - die Herzogenauracher Fahrradmesse

Jährlich, an einem Samstag EndeApril/Anfang Mai, findet die Herzogenauracher Fahrradmesse auf dem Marktplatz und im Schlosshof statt. Das ist die beste Gelegenheit, sich über die neuesten Modelle sowie über Radzubehör zu informieren und gleich vor Ort zu testen.

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Stadtmarketing und Kultur
Telefon +49 (0) 9132 / 901- 127
E-Mail stadtmarketing@herzogenaurach.de

AGFK-Mitgliedschaft

Herzogenaurach als fahrradfreundliche Kommune bestätigt

Gruppenfoto der Teilnehmer an der Hauptbereisung
Foto: Max Etzold
Am Montag, 20. Oktober 2014 bewertete eine unabhängige Kommission die Stadt Herzogen­aurach auf Fahrrad­freundlichkeit, um ihre Mitglied­schaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad­freundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) zu bestätigen. Die Kommission besteht aus Landtagsfraktionen, dem Bayerischen Staats­ministerium des Innern/Oberste Baubehörde, dem ADFC Bayern, der Verkehrswacht, der Polizei und dem Vorstand der AGFK Bayern.

Auszeichnungsfeier


Foto: AGFK Bayern e.V.
Im Rahmen einer zentralen Auszeichnungsfeier im Max-Josef-Saal der Residenz in München wurde die Stadt Herzogenaurach am 15. Dezember 2014 von Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und der Gemeinde Ismaning als "Fahrrad­freundliche Kommune in Bayern" ausgezeichnet.

Dies ist die Voraussetzung für eine dauerhafte Mitgliedschaft in der AGFK Bayern e.V. Die Auszeichnung hat sieben Jahre Bestand, bevor sich Herzogenaurach erneut dem Bewertungsverfahren unterziehen muss.


Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Amt für Planung, Natur und Umwelt

Radverkehrsbeauftragte
Frau Geinzer
Telefon +49 (0) 9132 / 901-234
E-Mail geinzere@herzogenaurach.de