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“... plötzlich gestorben - NS Rassenhygiene 1933-1945"

Ausstellung 15. September bis 25. November 2018 - Verlängert bis zum 9. Dezember 2018

Mit einer Ausstellung erinnert das Stadtmuseum an die Opfer der „NS-Euthanasie“, die bislang im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent sind. Ein neues Mahnmal am Kirchenplatz wird im Herbst 2018 als Gedenkstätte für die Herzogenauracher Opfer eingeweiht.

Während des Nationalsozialismus wurden Menschen aufgrund von Behinderung, Krankheit, aber auch sozialer Auffälligkeit ermordet oder zwangsweise sterilisiert. Der „Aktion T4“ fielen zwischen 1940 und 1941 rund 70.000 Menschen zum Opfer. Im August 1941 wurden die sechs deutschen "Euthanasie"-Mordanstalten geschlossen, sei es wegen kirchlicher Proteste, sie es, weil aufgrund der Todesanzeigen und der Beobachtungen von Zeitgenossen Ahnungen und Kenntnisse durchgesickert waren. Doch noch bis zum Ende der NS-Zeit wurde in den Anstalten und Kliniken weiterhin gemordet. Unzählige Menschen starben durch Medikamente, Vernachlässigung, „Hungerkost“ und ähnliche Maßnahmen. Historiker gehen davon aus, dass etwa 300.000 Patienten aus Heil- oder Pflegeanstalten den sogenannten Euthanasie-Morden der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.

Die Ausstellung „… plötzlich gestorben“ wird vom Stadtmuseum Herzogenaurach in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Erlangen und der ZSL e.V. durchgeführt. Sie dokumentiert die Biographien von "Euthanasie"-Opfern aus Herzogenauracher Familien. Darüber hinaus informiert die Schau über ideologischen Hintergründe, die systematische Auslöschung sogenannten „lebensunwerten Lebens“ sowie die Rolle der Bezirkskliniken in Ansbach und Erlangen. Auch die ernüchternde Bilanz der Strafverfolgung der Täterinnen und Täter wird thematisiert.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung ist für 3 Euro an der Museumskasse erhältlich.

Offene Führungen durch die aktuelle Ausstellung des Stadtmuseums
“... plötzlich gestorben - NS Rassenhygiene 1933-1945"
Mit dem Historiker Dr. Mark Deavin
Regulärer Eintritt, keine Anmeldung erforderlich

Termine:
So 4. November 2018, Beginn 15 Uhr
So 25. November 2018, Beginn 15 Uhr


Öffnungszeiten:
Do. 17.00 – 20.00 Uhr
Sa., So. u. Feiertage 14.00 – 17.00 Uhr