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Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

„Zwangsarbeit in der NS-Zeit in Herzogenaurach und Umgebung“: Am Sonntag, 26. Januar 2020, um 19.00 Uhr, widmet sich ein Abend anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus 2020 diesem Thema mit besonderem Schwerpunkt auf Herzogenaurach und Umgebung. Die Veranstaltung findet in der Aula des Gymnasiums am Burgstaller Weg 20 statt. Der Eintritt ist frei.

Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Auschwitz steht wie kein anderes Konzentrationslager als Symbol für den millionenfachen Mord des NS-Regimes vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Deshalb wurde der Tag der Befreiung 1996 zum ersten Mal als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Der 27. Januar soll, wie es der damalige Bundespräsident Roman Herzog in einer Rede vor dem Deutschen Bundestag ausdrückte, als zentraler Gedenktag „aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden lassen“. Der Deutsche Bundestag trifft sich an diesem Tag alljährlich zu einer Gedenkstunde. Der Kulturausschuss des Stadtrats hat 2004 beschlossen, diesem Beispiel zu folgen und den Opfern des Nationalsozialismus durch eine geeignete Kulturveranstaltung zu gedenken.

Der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich und in den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten mehr als 20 Millionen Menschen unterworfen. Sie ist eine europaweite Erfahrung ohne Beispiel. Zwangsarbeiter wurden in Rüstungsbetrieben, auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten eingesetzt. Nahezu jeder aus der Bevölkerung ist ihnen begegnet, mit keinem anderen nationalsozialistischen Verbrechen waren derart viele Menschen persönlich konfrontiert – als Opfer, Täter oder Zuschauer.

Am Sonntag, 26. Januar 2020, widmet sich ein Abend anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus 2020 diesem Thema mit besonderem Schwerpunkt auf Herzogenaurach und Umgebung. Dr. Christian Hoyer vom Stadtmuseum führt durch einen Kurzvortrag in den Themenbereich ein. Die Aufzeichnung eines Interviews mit einem Herzogenauracher, der als Jugendlicher aus Polen verschleppt wurde und jahrelange Zwangsarbeit ertragen musste, wird einen authentischen Einblick in den Alltag von Zwangsarbeitern ermöglichen. Zwei Schüler des Wahlkurses „Zeitgeschichte und Politik“ am Gymnasium Herzogenaurach sprechen danach am Podium mit Bertram Schacher aus Puschendorf über sein Buch „Das Jakoberhaus: Die Deportation Kärntner Slowenen in das Lager Hagenbüchach“ und deren Einsatz als Zwangsarbeiter.

Kontakt

Stadt Herzogenaurach

Amt für Stadtmarketing und Kultur
Herr Biehler

Wiesengrund 1
91074 Herzogenaurach

Telefon +49 (0)9132 / 901-120
E-Mail biehler@herzogenaurach.de