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Kaya / Burkina Faso (Afrika)

Herzogenaurach wurde 1972 vom Bayerischen Staatsministerium als Patenschaftsstadt für die westafrikanische Stadt Kaya in Burkina Faso vorgeschlagen. 1982 erwuchs aus dieser Patenschaft eine Partnerstadt mit vielseitigem, stets wachsendem Austausch. Durch die Teilnahme an Kulturveranstaltungen, den Aufenthalt von Praktikanten in der jeweiligen Partnerstadt oder die gegenseitigen Besuche von Reisegruppen und einzelnen Bürgerinnen und Bürgern wird die Städtepartnerschaft intensiv gelebt.

Verbesserung der Lebensqualität in Kaya

Von Beginn an wurden von Schulen, Vereinen, Kirchen, Betrieben und Privatpersonen aus Herzogenaurach auf unterschiedlichen Weisen Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in Kaya unterstützt. Beispiele hierfür sind der zweijährig stattfindende „Lauf für Kaya!“, das Erntedankfest, Benefizkonzerte oder das Engagement der Feuerwehr.

Dr. Jean Désiré Sawadogo verabschiedet sich von Herzogenaurach

Am 2. Juli 2019 verteidigte Pfarrer Jean Désiré Sawadogo seine Doktorarbeit mit dem Titel „Von der Armut zur selbstzentrierten Entwicklung durch die Fähigkeiten. Der Fähigkeitenansatz nach Martha Nussbaum als Weg zur Armutsbekämpfung und endogenen Entwicklung in Burkina Faso“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck.

Nach 13 Jahren in Europa, darunter 7 in Herzogenaurach und 6 in Innsbruck, kehrt Pfarrer Jean Désiré im August in sein Heimatland Burkina Faso zurück.  Ab 12. September 2019 wird er an der Philosophischen Hochschule bzw. am Priesterseminar in Ouagadougou Philosophie lehren.

Am Montag, 15. Juli 2019 um 20.00 Uhr präsentiert Dr. Jean Désiré Sawadogo seine Doktorarbeit im Sitzungssaal des Rathauses, Wiesengrund 1, öffentlich und möchte die Gelegenheit ergreifen, Abschied von seinen fränkischen Freunden zu nehmen.

Erster Bürgermeister Dr. German Hacker lädt Sie sehr herzlich ein, an diesem Abend mit Dr. Jean Désiré Sawadogo teilzunehmen.

Weitere aktuelle Informationen

Konferenz der G5-Sahel in Frankreich

Am 10. und 11. Oktober 2019 nahmen Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff und Rosa Abel von der Stadtverwaltung (Herzogenaurach) sowie Bürgermeister Ouédraogo mit einer dreiköpfigen Delegation (Kaya) auf Einladung von Bürgermeister Abelin (Châtellerault) an einer internationalen Konferenz zwischen Frankreich und den Mitgliedstaaten der G5-Sahel-Zone (Mauretanien, Mali, Niger, dem Tschad und Burkina Faso) teil.

Organisiert wurde die erste sahelische Konferenz über dezentrale Zusammenarbeit von Citées Unies France (Servicestelle für frz. Gemeinden mit intern. Engagement), dem frz. Minis-terium für Europa- und Außenangelegenheiten (MEAE), in Zusammenarbeit mit dem Departe-ment Limousin, der Region Nouvelle Aquitaine und den G5-Sahel-Ländern.

Fast 600 TeilnehmerInnen aus Frankreich und obengenannten Ländern fanden sich im Kongresszentrum des Freizeitparks Futuroscope nahe Poitiers und Châtellerault zusammen, um über die Herausforderungen der dezentralisierten Zusammenarbeit zu tagen sowie über die Weiterführung von Projekten der Nachhaltigkeitsziele,  die Sicherheitslage sowie die Bedrohung durch Terror und die Vertreibung von Menschen in diesem Teil Westafrikas zu beraten.
Bevor eine Reihe von Workshops angeboten wurde, erhielten die Kongressmitglieder umfangreiche Informationen über die Gründung und die Ziele der G5-Sahel.

Ins Leben gerufen wurde dieses G5-Bündnis 2014, um Synergieeffekte bei der Umsetzung von vergleichbaren Staatsreformen, bei der Weiterentwicklung der ländlichen Gebiete, der Ernährungssicherheit, der Bewältigung der Folgen des Klimawandels, in grenzüberschreitenden Sicherheitsfragen sowie der Korruptionsbekämpfung zu nutzen. Als eines der erreichten Ziele des G5 sorgt seit 2014 eine G5-Truppe mit 5000 Soldaten der fünf afrikanischen Länder für mehr Sicherheit in der Sahel-Zone. Weitere Ziele sind die Stärkung des Polizeiapparates und die Stärkung der Infrastrukturen der Sicherheitskräfte, jedoch keine Waffenlieferung.

Um die Sahel-G5-Länder in deren Entwicklung und der Bewahrung von Frieden nachhaltig und effizient zu unterstützen, hat sich 2017 die „Sahel-Allianz“ auf deutsch-französische Initiative gegründet. Mitglieder sind Deutschland, Frankreich, die Europäische Union, die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, Däne-mark, Großbritannien, Italien, Luxemburg, die Niederlande und  Spanien.

Die BRD hat 2019 die Federführung für den Bereich Dezentralisierung und Stärkung der Kapazitäten der lokalen Behörden inne. Mit einem Volumen von acht Milliarden Euro an Entwicklungshilfe, die die EU für den Zeitraum von 2014 bis 2020  der Sahel-Zone zugesagt hat, sowie weiteren finanziellen Mitteln (Weltbank) sollen im Wiederaufbau (Mali- vorgetragenes Beispiel: Region Zentral-Mali) sowie in den gefährdeten Grenzgebieten, wirtschaftlich-nachhaltige Projekte und die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen (Grundbedürfnisse, Millenniumziele) in diesen Krisengebieten unterstützt werden, denn, so Jean-Marc Gravellini, Leiter des Koordinationsbüros der Sahel-Allianz in Brüssel in seinem Vortrag während des Kongresses: „ Wir müssen den Entwicklungskampf gewinnen, um den Kampf gegen den Terror gewinnen zu können.“ An beiden Tagen der Konferenz konnte man an verschiedenen Ateliers teilnehmen.

Presseinformation zur Konferenz

Flüchtlings- und Sicherheitslage in Kaya

Kaum hatten sich Bürgermeister Boukaré Ouédraogo und Zweite Bürgermeisterin Renate Schroff von ihrem Amtskollegen Bürgermeister Jean-Pierre Abelin nach ihrer gemeinsamen Arbeitswoche in Châtellerault (09. -16.10.2019) verabschiedet, da war die Zahl von 86 000 Vertriebenen schon überholt  und betrug am 18. Oktober 107 000 Personen. Anfang November waren es 122.500 Menschen, die in Kaya vor dem Terror Zuflucht gefunden haben, heißt es.

Alle zwei Wochen gibt das örtliche Comité Départemental de Secours d’Urgence (CODESUR), das für die Koordinierung der Flüchtlingsversorgung zuständig ist, eine neue Zahl heraus. „Es wird immer schwerer eine Übersicht über die Anzahl der Vertriebenen zu ermitteln, da der Fluss unaufhörlich wächst. Wir sind überfordert“, so Bürgermeister Ouédraogo. „ Das Stadtzentrum von Kaya hat mittlerweile mehr Flüchtlinge als Einwohner“, teilte Erster Bürgermeister Dr. Hacker fassungslos dem Orga-Team des Benefizlaufs „Lauf für Kaya!" 2019 bei der Geldübergabe am 18. Oktober 2019 mit.

Seit dem Attentat von Yirgou am 1. Januar 2019, bei dem die Ermordung eines Dorfchefs durch Djihadisten eine Welle der Flucht in Richtung Kaya auslöste, ereignen sich in immer kürzeren Abständen Terrorakte, die gezielt die Region und das Land zu destabilisieren versuchen, erklärt Boukaré Ouédraogo. Besorgt erstattete er Bericht, so wie die Presse im Lande es auch tue, über die Lage und die Gründe der terroristischen Anschläge und warf Fragen in die Gesprächsrunde seiner europäischen Partner zu den Konsequenzen, die diese Unruhen mit sich bringen.

Weitere Informationen

 

Flüchtlinge in Kaya! - Helfen Sie durch Ihre Spende

Am 1. Januar 2019 ereignete sich im Dorf Yirgou (ca. 100 Kilometer nördlich unserer Partnerstadt Kaya, Burkina Faso) ein Attentat, bei dem sechs Personen getötet wurden. Darauf eskalierte die Gewalt auch in den umliegenden Dörfern. Mehrere Menschen kamen dadurch ums Leben. Die burkinischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sind sofort eingeschritten, um das Gebiet abzusichern. Der Fall liegt jetzt in den Händen der Justiz Burkina Fasos.

Dennoch und aus Angst vor Djihadisten flüchtet die Bevölkerung aus dem betroffenen Gebiet seitdem in Richtung Kaya, der größten Stadt der Region Centre-Nord, in der man Hilfe suchen kann. Erste Hilfsmaßnahmen wurden durch die Sozialämter der Stadt Kaya und der Region Centre-Nord, sowie von Seite des Landes Burkina Faso veranlasst. Jedoch fordert das ununterbrochene Ankommen flüchtender Menschen noch mehr Mittel, um sie in und um unsere Partnerstadt herum zu versorgen. Mitte Januar wurden 275 Ankömmlinge registriert. Derzeit sind mehr als 1.200 Menschen zu betreuen.

In einem offiziellen Schreiben bittet Kayas Bürgermeister Boukare Ouedraogo seinen Herzogenauracher Amtskollegen, Ersten Bürgermeister Dr. German Hacker, um Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger Herzogenaurachs für die Grundversorgung der mittellosen Flüchtlinge in Kaya (Kauf von Trinkwasser, Getreide, Kochgeschirr, Decken, Schlafmatten, Medikamenten, Schulmaterial etc...). Die Stadt Herzogenaurach sowie der Verein Partnerschaft Herzogenaurach Kaya e. V. bitten daher im Namen der Freunde und Partner in Kaya um Ihre Unterstützung und bedanken sich schon jetzt bei Ihnen für die Hilfe, die in voller Höhe den Menschen, die in unserer burkinischen Partnerstadt ankommen, zugutekommen wird.

Wie können Sie helfen?
Ihre Spende können Sie auf das Sonderkonto des Vereins Partnerschaft Herzogenaurach Kaya e. V. überweisen:

Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach
IBAN: DE44 7635 0000 0060 0982 72
Stichwort: „Flüchtlingshilfe in Kaya 2019"

Auf Anfrage erteilt der Verein Partnerschaft Herzogenaurach Kaya e. V. eine Spendenquittung
Kontakt per E-Mail: vorstand@kaya-herzo.de

Kontakt für Rückfragen
Stadt Herzogenaurach
Rosa Abel
Liegenschaftsamt / Städtepartnerschaften
Tel 09132 / 901-183
E-Mail rosa.abel@herzogenaurach.de

Außenminister Heiko Maas bereist Sierra Leone, Mali und Burkina Faso

„Deutschland ist in allen drei Ländern im Rahmen der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und bilateral sehr engagiert. Wir haben in Deutschland und Europa großes Interesse daran, den Ländern dabei zu helfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Ich möchte mir mit dieser Reise persönlich ein Bild von Herausforderungen und Chancen in diesen drei Ländern und in der Region machen.“ 

Sicherheitslage in Burkina Faso

Die Sicherheitskarte von Dezember 2016 (Karte 1) galt für die offizielle Reise der Herzogenauracher Delegation im Oktober 2017 und den internationalen Jugendaustausch im Januar 2018 (Kaya, Châtellerault, Herzogenaurach). Kaya befand sich in der bedenkenlosen „gelben Zone.

Auf der aktualisierten Sicherheitskarte von Februar 2019 (Karte 2) befindet sich Kaya in der „orangenen Zone“. (Gefahrstufe 2)

Deutsch-französischer Empfang im Interims-Rathaus

Anlässlich des 3. Schüleraustausches zwischen dem Gymnasium Herzogenaurach und dem Lycée Berthelot empfing Erster Bürgermeister Dr. German Hacker Schülerinnen und Schüler im Interim-Rathaus. 33 junge Französinnen und Franzosen sowie ihre drei BegleiterInnen verbringen vom 16. bis 22. März eine Woche in ihrer deutschen Gastfamilie. In dieser Zeit nehmen sie am Unterricht teil und erkunden Herzogenaurach und Umgebung. Ausflüge nach Nürnberg und München sind ebenso geplant, bevor es nach Frankreich zurückgeht. Anfang April findet der Gegenbesuch mit 41 Gymnasiatinnen und Gymnasiasten aus Herzogenauch in Kayas französischer Partnerstadt Châtellerault statt.

Trilaterale Zusammenarbeit

Auch die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Kaya, Herzogenaurach und Châtellerault, Kayas französische Partnerstadt, ist auf vielen Ebenen hervorzuheben und fördert den Austausch zwischen europäischen und afrikanischen Partnern.

Im Zuge einer Gebietsreform wurden der Stadt Kaya 71 Dörfer zugeordnet und die Einwohnerzahl erheblich erhöht. So zählt die Stadt heute 117.000 Einwohner. Kaya ist rund 5.100 km von Herzogenaurach entfernt.

Kontakt

Stadt Herzogenaurach
Liegenschaftsamt

Frau Abel
Telefon +49 (0) 9132 / 901-183
E-Mail abel@herzogenaurach.de

Kontakt in Kaya

Bürgermeister Boukari Ouédraogo
BP 59
Secteur 2
Kaya - Burkina Faso
Afrika

E-Mail m.kaya@fasonet.bf

Kontakt Partnerschaft Herzogenaurach Kaya e. V.

Anita Scholz   

Telefon +49 (0)9132 / 75681
E-Mail vorstand@kaya-herzo.de