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Herzo Base

Militärische Nutzung

Fliegerhorst in der NS-Zeit


Die Stadt Herzogenaurach geriet im Zug der Kriegsvorbereitungen des nationalsozialistischen Deutschen Reichs in den Fokus der Militärstrategen. Die fränkische Kleinstadt wurde 1934 Standort einer Flugzeugführerschule zum Aufbau einer deutschen Luftwaffe. Die Baumaßnahmen wurden zunächst getarnt durchgeführt, offiziell sollte auf dem bis dahin landwirtschaftlich genutzten Gelände bei der „Zweimarterlinde“ ein Notlandeplatz des Deutschen Luftsportverbandes entstehen. Die „Luftfahrt AG Berlin“ leitete anfangs formal den Bau des neuen Flugplatzes.

Im Jahr 1935 fiel die Tarnung, die Fliegerhorstkommandantur Fürth übernahm die Fortführung des Bauprojekts. Im Norden des Flugfelds, das mit Backsteinen befestigt und mit Gras überwachsen war, entstanden Kasernenanlagen und Flugzeughallen sowie der Werftbereich mit einer Lehrwerkstatt. Im östlich angrenzenden Klosterwald und in dem kleinen städtischen Wäldchen im Westen des Fliegerhorsts befanden sich die getarnten Stellplätze für die Militärflugzeuge. Zum 1. Oktober 1935 wurde Herzogenaurach offiziell Standort einer Fliegerhorstkommandantur, die erste Garnison traf im November am Herzogenauracher Bahnhof ein.

Der Militärflugplatz diente in erster Linie zur Ausbildung und Umschulung von Jagdfliegern. Von 1939 bis 1945 waren in Herzogenaurach Jagdgeschwader stationiert, in den letzten Kriegsjahren zusätzlich Nahaufklärungsgruppen.
Die alliierten Truppen hatten auf eine gezielte Bombardierung des Geländes verzichtet, das von der US-Luftwaffe als Einsatzflughafen vorgesehen war. Amerikanische Einheiten übernahmen am 16. April 1945 den Fliegerhorst nahezu unzerstört.