Menü
Suchergebnisse
Was erledige ich wo?
Aktuelles / Veranstaltungen
 

Herzogenaurachs Ortsteile

Zur Stadt Herzogenaurach gehören 13 Ortsteile, die teilweise sehr unterschiedlich sind. Gibt es doch tatsächlich einen Ortsteil mit nur 9 Einwohnern und einem Hund - und einen anderen, wo die Baukräne nicht stillstehen.

Beutelsdorf

Das kleine Haufenwegedorf soll seinen Namen einem Mann namens „Butili“ verdanken, der um 1350 hier ansässig war. Der Ort umfasste 1801 neun Häuser, sechs Stadel und ein Gemeindehirtenhaus.

Im Jahr 1898 spendeten neun Landwirte die Mittel zum Bau einer Dorfkapelle. Der neugotische Backsteinbau ist einmal im Jahr Zwischenstation der Flurprozession der Pfarrei St. Magdalena.

Burgstall

Der Ortsname des Straßendorfes und der angrenzende Burgwald weisen auf einen befestigten Adelsitz hin. Behauene Steinquader, die noch heute in dem Anwesen des „Schlossbauern“ zu finden sind, wurden als Reste der mittelalterlichen Burganlage gedeutet.

Seit der Dorfsanierung bilden das Feuerwehrgerätehaus mit dem Kriegerdenkmal von 1922 und dem neuen Brunnen einen attraktiven Dorfmittelpunkt.

Dondörflein

Das „Dörflein am Tannenwald“ lautet die ursprüngliche Bedeutung des mundartlich verschliffenen Ortsnamens. Die Dorfherrschaft wurde turnusgemäß von Nürnberger Patriziergeschlechtern ausgeübt, die seit dem 14. Jahrhundert zahlreiche Güter als Mannlehen besaßen.

Eckenmühle

Die Eckenmühle ist der kleinste Ortsteil der Stadt Herzogenaurach. Im Jahr 1429 erstmals erwähnt, gehört sie zu den ältesten Mühlen entlang der Aurach.

Das Mühlwerk ist heute nicht mehr in Betrieb, jedoch wurde dort noch bis in die 1950er Jahre Getreide gemahlen. Seit dem 17. Jahrhundert diente sie zusätzlich als Walkmühle. Walken war ein Vorgang zur Veredelung der von den Herzogenauracher Tuchmachern produzierten Wollstoffe.

Das imposante Mühlengebäude, ein Fachwerkbau mit Nebengebäuden, steht unter Denkmalschutz und prägt das Landschaftsbild des Aurachtals.

Hammerbach

Der bereits 1069 in einer Schenkungsurkunde erwähnte Hammerbach gab dem Haufendorf auf einer frühen Rodungsinsel seinen Namen.

Der Bau der Ortskapelle St. Elisabeth, eines kleinen Back- und Hausteinbaus, wurde 1890/91 durch die Spendenbereitschaft der Dorfbewohner ermöglicht. Im Jahr 1912 erhielt der Ort ein eigenes Schulhaus, das seit 1993 als Kindergarten genutzt wird.

Haundorf

Der zum Königshof Herzogenaurach gehörige Ort war seit dem 14. Jahrhundert als Lehen an Nürnberger Patrizier vergeben. Die vom Erlanger Architekten August Maier errichtete katholische Kuratiekirche St. Marien wurde 1936 geweiht.

Neben einer Wegkapelle an der Straße nach Niederndorf aus dem 18. Jahrhundert besitzt das Straßendorf zwei schöne barocke Bildstöcke.

Hauptendorf

Der Herzogenauracher Amtmann ließ den im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Weiler um 1650 neu besiedeln.

Die kleine Wegkapelle, ein Walmdachbau aus dem späten 19. Jahrhundert sowie das frühere Dorfwirtshaus „Zur grünen Au“ bilden den Ortsmittelpunkt. Die frühere Haltestelle der Lokalbahn Herzogenaurach – Erlangen liegt heute verwaist.

Herzo Base

Ein rund 114 Hektar umfassendes Gelände auf einer landschaftlich deutlich ausgeprägten Kuppe 1,6 km nord-östlich der Altstadt entwickelt sich nach Jahrzehnten militärischer Nutzung - der deutschen Luftwaffe folgten bei Kriegsende die amerikanischen Streitkräfte - zu Herzogenaurachs jüngstem Stadtteil.

Nach dem Abzug der Amerikanischen Streitkräfte im Jahre 1992 lag das Gelände brach. 1998 übernahm die adidas-Salomon AG die privaten Anteile an der GEV Grundstücksgesellschaft Herzogenaurach mbH & Co. KG und wurde zusammen mit der Stadt Herzogenaurach alleiniger Eigentümer des Geländes.

Im Jahr 2012 hat die Stadt Herzogenaurach ihren Kommanditanteil an der GEV Grundstücksgesellschaft Herzogenaurach mbH & Co. KG (kurz: GEV) an die adidas AG verkauft und im Gegenzug die zu diesem Zeitpunkt noch freien beiden südlichen Bauabschnitte des Wohngebietes von der GEV erworben.

Neben der adidas-Zentralverwaltung befindet sich mittlerweile ein weiteres Gewerbe im Ortsteil Herzo Base, ein 4-Sterne Hotel und ein modernes Wohngebiet.

Höfen

Der kleine Weiler lag außerhalb des bischöflichen Amts Herzogenaurach, gehörte jedoch durch die Jahrhunderte hindurch zur Herzogenauracher Pfarrei.

Die Einklassenschule Höfen unterrichtete von 1946 bis zur Gebietsreform (1972) auch die Kinder aus Puschendorf und Zweifelsheim.

Niederndorf

Die Gründung des 1303 erstmals urkundlich genannten Ortes erfolgte wohl bereits im 9. Jahrhundert. Im Jahr 1818 zählte Herzogenaurachs größter Stadtteil 41 Gehöfte.

Die günstige Lage an der 1894 eröffneten Lokalbahn ließ im Westen eine neue Siedlung entstehen. Während der Inflation 1923 wurde der Neubau der Kirche St. Josef mit Pfarrhaus, Kindergarten, Schule und Schwesternheim in Angriff genommen. Seit der Eingemeindung 1978 entstanden großzügige neue Wohngebiete. Seit dem Schuljahr 2015/16 nimmt die Grundschule Niederndorf am Modellversuch "Lernen in zwei Sprachen – Bilinguale Grundschule Englisch" teil.

Steinbach

Durch den abseits des Straßenverkehrs gelegenen Weiler fließt der Schleifmühlbach. Der Grenzstein an der Brücke erinnert an die frühere Grenze des Herzogenauracher Hochgerichtsbezirks.

Am Ortseingang befindet sich ein mittelalterliches Steinkreuz mit einer plastischen Mannfigur. An dem 1965 errichteten Steinkreuz in der Ortsmitte bitten die Gläubigen während der Flurprozession um eine gute Ernte.

Welkenbach

Die Bezeichnung des in hügeliger Umgebung gelegenen Ortes wird auf den slawischen Namen Velek zurückgeführt. Im 14. Jahrhundert kam der Ort in den Besitz Nürnberger Patrizier. Der Bach bildete bis 1803 die Grenze der Hochgerichtsbarkeit.

1818 zählte der Ort insgesamt 19 Güter. Neben der Ortskapelle aus dem späten 18. Jahrhundert steht ein Flurkreuz des frühen 20. Jahrhunderts.

Zweifelsheim

Der Ortsname kann als "Heim des Zwival" gedeutet werden. Das Straßendorf wurde 1348 erstmals als "Zweivelsheim" im Bamberger Urbar erwähnt. Im Jahr 1447 zur Pfarrei Veitsbronn gehörig, pfarrt Zweifelsheim, ebenso wie Höfen, seit 1807 zur evangelischen Kirchengemeinde Puschendorf.

Seit 1818 bildet der Ort zusammen mit Höfen eine Gemeinde. 1972 kamen die Orte im Zuge der Gebietsreform zu Herzogenaurach.

Der Münchauracher Bildhauer Nahr errichtete 1922 das Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges nach einem Entwurf des Regierungsbaumeisters Stähle.